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Lösungen am Runden Tisch finden

06.03.2008

Lösungen am Runden Tisch finden

<p>Über 100 Realschüler "stürmten"den Sitzungssaal der BV Mengede und forderten einen Zaun (Kosten: 28 500 Euro) für ihre Schule. Doch die Politiker ließen sich nicht umstimmen. Schütze</p>

Mengede Die Eltern-Schüler-Demo und die ausgehändigten Unterschriftenlisten blieben wirkungslos: So lehnt die Mengeder Bezirksvertretung (BV) auch weiterhin eine Umzäunung der Albert-Schweitzer-Realschule in Nette ab und verabschiedete in ihrer März-Sitzung am vergangenen Mittwoch mehrheitlich einen entsprechenden CDU-Antrag. Darin heißt es unter anderem: "Die Einzäunung des Schulhofes der Realschule wird abgelehnt."

Externe Fachleute

Gleichzeitig beschloss die BV ebenfalls mehrheitlich, unter Leitung von Bezirksbürgermeister Bruno Wisbar einen "Runden Tisch" einzuberufen. Dieser soll Wege und Maßnahmen finden, die die Situation auf dem Schulhof entschärfen. Wie berichtet, treffen sich dort abends regelmäßig junge Spätaussiedler, die unter Alkoholeinfluss das Gelände verschandeln und die Anwohner erschrecken. Auch externe Fachleute ebenso wie Schüler und Eltern sollen an dem Tisch Platz nehmen und bei der Diskussion nicht nur das Schulzentrum, sondern den gesamten Ortsteil im Blick haben.

Wenig überrascht auf das Anti-Zaun-Votum, dem eine mehrstündige emotionsgeladene Debatte vorausging, reagierte Schulleiter Peter Brekau: "Damit war doch zu rechnen." Für einige Eltern, die während der Sitzung zu Wort kommen durften, ist diese Entscheidung Indiz für eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. "Die Eltern an Gymnasien haben wohl eine bessere Lobby als wir", meinten sie mit Blick auf das Heinrich-Heine-Gymnasium, das jetzt einen Zaun bekommen hat. "Wie sieht es mit einem Schutz auch für unsere Kinder aus?" fragten die Eltern die Politiker. Die zeigten sich aber eher unbeeindruckt - wie etwa Herbert Paschke (CDU). Er wertete die Demo schlicht als "Theater", das der Schulleiter veranstaltet habe. Und auch die SPD sparte nicht mit Kritik an Peter Brekau. Thomas Tölch warf ihm u.a. eine Dramatisierung der Schulhofzustände vor. Das Netter Schulzentrum sei kein sozialer Brennpunkt, ergänzte Herbert Paschke. Dön

Komplettiert wird der BV-Antrag durch folgende Punkte: Die Container sollen so schnell wie möglich entfernt werden, der Schulhof wird als Sport- und Spielhof ausgewiesen und die aufsuchende Jugendarbeit (Chill-Projekt) personell verstärkt. Das leer stehende Coop-Gebäude an der Waterloostraße soll als Jugendtreff eingerichtet werden (Prüfauftrag).

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