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Lokschuppen setzt auf Verkaufen statt Verwalten

16.10.2007

Sechs Einzelhändler, die sich in schwierigen Zeiten mit Engagement am Markt behaupten, gehörten gestern zu den Nominierten für den Westfälischen Handelspreis 2007. "Ich versichere Ihnen, dass alle preiswürdig gewesen wären", betonte Uwe Müller, Direktor der Nationalbank Dortmund, die gemeinsam mit dem Einzelhandelsverband Westfalen-Mitte den Preis zum siebten Mal ausgelobt hatte. In der Regel kann nur einer gewinnen, aber gestern waren es sogar zwei: Der Dortmunder Manfred Berlinski mit seinem "Lokschuppen" teilt sich das Preisgeld von 5000 Euro mit Leonhard Schwarte, der in Hamm das Premium-Hifi-Studio "Auditorium" führt.

50 000 Artikel

Hans-Jürgen Klems, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes, skizzierte im Vorfeld der Verleihung alle Nominierten. Der "Lokschuppen" von Anne und Manfred Berlinski an der Märkischen Straße gehört zu den größten Modelleisenbahngeschäften Europas. Etwa 50 000 verschiedene Artikel bietet der Lokschuppen an, den Warenwert beziffert Manfred Berlinski als deutlich siebenstellig. Gleichwohl lehnt er ein Warenwirtschaftssystem ab, weil "bei uns Geld mit Verkaufen und nicht mit Verwalten verdient wird!" Er weiß: Ein Kollege macht denselben Umsatz wie er mit doppelt so viel Personal.

2000 Stammkunden

Der Lokschuppen hat etwa 2000 Stammkunden. Seine überregionale Bedeutung zeigt sich darin, dass lediglich 15 % davon aus Dortmund stammen; ein Internetshop bedient Kunden aus aller Welt. "Wesentlicher Grund für den Erfolg ist die überwältigende Sortimentsbreite und Tiefe, fast jeder Kundenwunsch kann sofort erfüllt werden", skizzierte Klems.

Die geschäftliche Entwicklung ging bis 2001 bergauf, dann konnte der Lokschuppen sich dem rückläufigen Geschäft mit Modelleisenbahnen nicht entziehen. Dies erkennend, schuf sich Manfred Berlinski ein weiteres Standbein mit geführten Reisen für bis zu 300 Modelleisenbahnfreunde. Neuerdings bietet er auch geführte Wohnmobilreisen an. kiwi

Die weiteren Nominierten waren: Apotheker Michael Beckmann aus Aplerbeck mit "heilbar", Susanne Lindner mit ihrem Modegeschäft "stand by" am der Kleppingstraße, Rolf Rensmann mit dem Geschenkeladen "m@n-ey" an der Kleinen Beurhaustraße, Willi Wigger mit seiner Parfümerie an der Kaiserstraße.

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