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Lütgendortmund trauert um Christopher Stone

20.08.2007

Lütgendortmund Das Publikum stand auf den Stühlen und sang mit. Die Halle kochte. Applaus und Zugaberufe für Christopher Stone beim Tag für Lütgen. Das war 2006. Und niemand ahnte damals: Es sollte das letzte Mal sein. Christopher Stone ist tot. Der beliebte Sänger und Entertainer starb am späten Freitagabend im Alter von nur 58 Jahren an einer heimtückischen Krebserkrankung.

Stone, der mit bürgerlichem Namen Heribert Jung hieß, wurde am 26. Januar 1949 in Lütgendortmund geboren. Er besuchte die Marienborn-Schule und später das Castroper Adalbert-Stifter-Gymnasium. In Lütgendortmund absolvierte er anschließend zunächst eine Elektriker-Lehre.

Bundeswehr-Bigband

Doch wirklich elektrisiert hat ihn schon damals nur die Musik. Er erlernte das Schlagzeugspielen und gründete eine Band. Als er zur Bundeswehr musste, war ihm sein musikalisches Talent erstmals ausgesprochen nützlich: Er durfte das Schlagzeug der Bundeswehr-Bigband spielen. Wieder zurück startete er dann eine Solokarriere. Unter dem Künstlernamen Mike Fabian schaffte er es mit dem Song "Die Liebe ist wie ein Feuer" bis in Dieter Thomas Hecks legendäre ZDF-Hitparade. Während dieser Zeit schaute er den großen Stars aufmerksam über die Schulter, sah nicht nur ihre Auftritte sondern auch ihre Schrullen, die er später als Entertainer Christopher Stone in seine Parodien einbaute. Zum Namenswechsel war der Lütgendortmunder übrigens aus vertraglichen Gründen gezwungen.

Aber auch als Christopher Stone stieg er schnell in die Riege der beliebten Entertainer auf. Das verschaffte ihm zahlreiche Engagements im In- und Ausland oder auf Luxus-Linern. Christopher Stone kam viel rum, sah viel von der Welt, schaute aber auch immer wieder mal bei den Lütgendortmundern vorbei.

"Sahnehäubchen"

Ob Dorffest oder Tag für Lütgen: Christopher Stone verpasste diesen Veranstaltungen seit den 80er Jahren mehrfach das Sahnehäubchen. Er sang seine eigenen Songs, aber auch die großen Hits von Engelbert oder Chris Andrews. Mit einem Augenzwinkern nahm er Rex Gildo aufs Korn, oder lieferte eine perfekte Elvis-Presley-Rock `n´ Roll-Show ab.

Privat suchte er hingegen nie das Rampenlicht und das Bad in der Menge. Auch seine Beerdigung soll, das war sein letzter Wille, eine stille Angelegenheit unter Freunden sein. Für alle anderen formulierte er noch kurz vor seinem Tod ein Resümé, das die Trauer über seinen frühen Tod mildern soll: "Ich habe ein wunderschönes Leben gehabt." Matthias vom Büchel

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