Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Magnificat zum Ende der Weihnachtszeit

14.01.2008

Wellinghofen Fürs "Weihnachtsoratorium" von Bach - auch für die 6. Kantate zu Epiphanias - ist es eigentlich schon ein bisschen spät. Trotzdem war die Aufführung der Kantate, gekoppelt mit dem Magnificat und dem 4. Brandenburgischen Konzert von Bach, am Sonntagnachmittag in der Hörder Lutherkirche ein glänzender Beschluss der Weihnachtszeit.

Kirchenmusikdirektor Ingomar Kury hatte die Werke mit der Kantorei und dem Kammermusikkeis Wellinghofen einstudiert - das war der Beginn einer kirchenmusikalisch engeren Kooperation zwischen den Gemeinden Wellinghofen und Hörde.

In rasantem Tempo, klar, schlank und prägnant im Klang, legte Kury das Magnificat an. Ohne die weihnachtlichen Einlagesätze führte er das Werk auf, das Bach zu seinem ersten Weihnachtsfest als Leipziger Thomaskantor komponiert hat.

Lebendiger Puls

Einen lebendigen Puls gaben die 19 guten Instrumentalisten und die vorzüglich einstudierte Kantorei den zwölf Sätzen. Präsent und ausgewogen klangen die 34 Stimmen des Chors, die sich koloratursicher und dynamisch beweglich präsentierten.

In der Kantate aus dem Weihnachtsoratorium klang der Chor anfangs etwas kernig. Im Choral, den die Kantorei schön weich sang, hatten sich Sängerinnen und Sänger besser aufeinander eingestellt. Auch diese Kantate war eindrucksvolles Zeugnis von der Leistungsfähigkeit des Kirchenchors.

Versierte Solisten

Auf Qualität legt Ingomar Kury viel Wert, auch im Kammermusikkreis. Heike Winter, Renate Höher (Blockflöten) und Elisabeth Natzel (virtuose Violine) waren versierte Solisten im 4. Brandenburgischen Konzert. Den 2. Satz musizierten die Flötistinnen mit langem Atem, in den Ecksätzen war das Zusammenspiel zwischen Solotrio und Orchester sehr gut. Im Weihnachtsoratorium waren die Trompeten ein Glücksgriff. Bei den Gesangssolisten hinterließ Thomas Iwe mit lyrischer Stimme als Evangelist den besten Eindruck. Auch der Sopran von Leonie Breier war im Magnificat eine Spur zu lyrisch. Sabine Toliver (Alt) und Gerrit Miehlke (Bass) hatten da die substanzvolleren Stimmen. JG

Lesen Sie jetzt