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Mann hatte Selbstmord inszeniert

22.10.2007

Die Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen gegen den 60-Jährigen inzwischen abgeschlossen. Dabei kam heraus: Bei dem gescheiterten "Doppelselbstmord" vor dem Finanzamt war etwas faul - offenbar starb die 58-Jährige in dem Geländewagen doch nicht freiwillig. "Wir hatten Anklage wegen Totschlags erhoben", sagte Staatsanwältin Carola Jacobs gestern.

Seine "Verzweiflungstat" wegen hoher Steuerschulden hatte der Selbstständige dem Anschein nach sorgsam inszeniert. Als er im Finanzamt anrief und mitteilte, "man könne herunterkommen", war seine Frau bereits gestorben. Verletzungen deuteten darauf hin, dass ein Gasschlauch in den Mund gedrückt worden war. Durch die geöffnete Propangasflasche im Wagen wurde der 60-Jährige anschließend bewusstlos, konnte aber gerettet werden.

Im Zuge der Ermittlungen hätten sich keine Hinweise auf ein Fehlverhalten der Finanzbeamten ergeben, hieß es. Die Justizmitarbeiter fanden in der Zelle des Selbstmörders einen Abschiedsbrief. Sein Zellengenosse hatte geschlafen und den Suizid nicht bemerkt. weg

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