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Markt gewinnt an Transparenz

Über die Energieeinsparverordnung sprach RN-Redakteurin Bettina Kiwitt mit dem heimischen Energieberater der Verbraucherzentrale NRW, Norbert Mohr (Foto).

01.10.2007

Muss ich mich als Immobilieneigentümer nun sputen?

Mohr: Nein, es gibt verschiedene Fristen .

Wie sehen die aus?

Mohr: Hauseigentümer, deren Wohngebäude bis Ende 1965 erbaut wurden, müssen Mietern oder Kaufinteressenten ab dem 1. Juli 2008 einen Energieausweis vorlegen. Ein halbes Jahr später - ab dem 1. Januar 2009 - gilt dies für alle Wohngebäude. Für Büro- oder andere Nichtwohngebäude wird der Energieausweis bei Verkauf oder Vermietung erst ab dem 1. Juli 2009 zur Pflicht.

Wozu dient der Ausweis?

Mohr : Er hilft bei Kauf, Bau oder Anmietung die Energieeffizienz eines Gebäudes einzuschätzen. Mieter oder Käufer können einfach ablesen, ob sie mit hohen oder niedrigen Energiekosten rechnen müssen. Das schafft Markttransparenz und ermöglicht den bundesweiten Vergleich verschiedener Objekte.

Der Immobilieneigentümer hat die Wahl zwischen Bedarfs- und Verbrauchsausweis. Was unterscheidet sie?

Mohr: Beim Bedarfsausweis ermittelt ein Fachmann den rechnerischen Energiebedarf und dokumentiert den energetischen Zustand des Gebäudes. Dagegen beruht der Verbrauchsausweis auf dem Energieverbrauch der vergangenen drei Jahre. Das Ergebnis dieses Ausweistyps hängt somit stark vom individuellen Nutzerverhalten ab und ist daher meist weniger aussagekräftig. Letztlich muss jeder Immobilieneigentümer von Fall zu Fall unterscheiden, welcher Ausweis sinnvoller ist.

Wo bekommt man weitergehende Infos?

Mohr: Es gibt viele Möglichkeiten. Seriös ist sicherlich die Deutsche Energie-Agentur unter www.dena.de

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