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Mehr Jugendarbeit vor Ort

Huckarde Lärmende und oft auch angetrunkene Jugendliche, die sich öffentlich versammeln, beunruhigen die Bevölkerung. Nicht nur in Scharnhorst (wir berichteten), sondern auch in Huckarde.

05.10.2007

Der CDU-Stadtbezirk Huckarde reagierte am Donnerstag nun mit einer Informationsveranstaltung auf die Probleme, die sich rund um die rund zehn informellen Jugendtreffs in ihrem Stadtbezirk ergeben.

Die Politiker gingen dabei deutlich auf die Jugendlichen zu. "Die Probleme sind vielschichtig. Wir glauben, dass man immer wieder versuchen muss, die Jugendlichen zu erreichen. Nur so kann man ihnen bei ihren Problemen mit Bewerbungen, in der Schule oder im Umgang mit Behörden helfen. Dann würden auch die Probleme mit ihnen gemildert. Aber das ist nicht einfach", umreißt der Vorsitzende des CDU-Stadtbezirks Lothar Meyer die Problematik aus seiner Sicht. Daher müsse die so genannte "aufsuchende Jugendarbeit" intensiviert werden.

Mit diesem Anliegen stieß er bei Norbert Emig, der als Jugendreferent der Stadt für den Stadtbezirk Huckarde bei der Veranstaltung Rede und Antwort stand, auf offene Ohren. "Gerade diese Jugendlichen wollen nicht in die Einrichtungen gehen. Sie wollen sich fern ab von Eltern oder Pädagogen treffen und das ist auch an sich in Ordnung", weiß Emig aus langjähriger Erfahrung. Gleichwohl fühlten sich Bürger von den häufig alkoholisierten Jugendlichen gestört.

Daher müsse in der Tat der Kontakt intensiviert werden: "Für 2008 wollen wir unter dem Motto ,Wir vor Ort' die Jugendlichen ansprechen. Dabei wollen wir auch deutlich in die Abendstunden gehen und Gespräche, aber auch Veranstaltungen wie Skatertreff oder Streetkick anbieten. Der Projektantrag beim Jugendamt ist gestellt, die Entscheidung steht aber noch aus", beschreibt Emig die Pläne seines Teams. Zusätzliches Personal erhofft sich Emig für dieses Vorhaben nicht: "Das ist unrealistisch, dafür gibt es kein Geld. Wir können nur mit Honorarkräften arbeiten".

Doch die aufsuchende Jugendarbeit ist kein Allheilmittel. "Wir haben zum Beispiel den Jugendbus am Deusenberg eingesetzt. Am Anfang sind die Jugendlichen, die sich dort treffen, zu uns gekommen. Aber die haben Schnaps getrunken, das konnten wir nicht dulden. Und dann sind sie weggeblieben," beschreibt Emig die Grenzen von Versuchen, mit Jugendlichen in Kontakt zu kommen, die nicht bereit sind, Regeln einzuhalten. Irene Steiner Dortmunder Zeitung

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