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Mehr Männer zwischen Taft und Tüll

20.01.2008

Knapp 7000 Besucher nutzten am Wochenende die Hochzeitstage in den Westfalenhallen als Vorbereitung für den schönsten Tag im Leben. In diesem Jahr mischten sich 40 Prozent Männer in die traditionelle Frauendomäne.

Hochzeitsmessen sind Frauensache. Geduldig streifen Bräute mit ihren Freundinnen oder Müttern stundenlang durch Reihen von Tüll, Taft und Seide. Dabei haben Männer nichts zu suchen.

Diese Tradition scheint nun zu wanken. "Vier von zehn Bräuten, die am Wochenende die Hochzeitstage in den Westfalenhallen besucht haben, hatten ihren zukünftigen Mann als Berater dabei", beziffert Organisator Thomas Feitscher. "Das geschieht nicht immer zum Vorteil der 13 Aussteller für Brautmoden. Weil der Bräutigam doch erst am Hochzeitstag mit dem Kleid der Wahl überrascht werden soll, fällt die Kaufentscheidung oft erst nach der Messe im Geschäft", beobachtet Feitscher.

Die drei Herrenausstatter der Ausstellung scheinen von dem großen Anteil männlicher Besucher kaum zu profitieren. Während die zukünftigen Bräute an den Umkleidekabinen Schlange stehen, haben die Verkaufsberater für Herrenmode reichlich Zeit für intensive Beratungsgespräche.

Armin Wollbrink aus Nette ist einer der wenigen, der die Zeit, während seine Zukünftige sich durch Taft und Tüll probiert, für einen Streifzug durch die Mode der Herrenausstatter nutzt. "Meine endgültige Wahl treffe ich in Abstimmung mit meiner Freundin, damit mein Anzug auch zu ihrem Kleid passt", beschreibt er ein gängiges Vorgehen.

Anschließend steht die Suche nach einem Fotografen und die Wahl zwischen Kutsche und Stretchlimousine auf dem Programm. "Das Angebot an Fotografen oder Dekoration könnte etwas größer sein", nennt Wollbrink eine häufig gehörte Kritik.

"Eine Nachfrage, die wir gern erfüllen würden", bekräftigt Feitscher. "Doch leider gibt es in Dortmund zu wenige Einzelhändler, die Hochzeitsdekoration anbieten." het

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