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Meisterswinger mit Becken und Besen

09.03.2008

Meisterswinger mit Becken und Besen

<p>Alvin Queen. Foto Neubauer</p>

Er war der Mozart der Jazzer: Alvin Queen, vor 57 Jahren in den New Yorker Bronx geboren, war schon mit elf Jahren ein Wirbelwind am Schlagzeug, später spielte er im Trio mit Oscar Peterson. Am Freitag zauberte der Meisterswinger mit Becken und Besen im domicil.

Mit seinem vorzüglichen Quintett mit Gitarren, Sax, Trompete, Hammond Orgel und Schlagzeug hatte der König des druckvollen Rhythmus die Jazzgeschichte swingend aufgearbeitet. Bop und Blues, Cool Jazz und Soul-Anklänge brachte das Quintett zum Swingen - in hoch spannenden Arrangements, die zum Teil im D-Zug-Tempo wie ein groovender Klang-orkan über das Publikum hinwegstürmten.

Mehr nach Big Band als nach kammermusikalischem Jazz klang die Musik von Queens "Small Band". Trompeter Joe Magnarelli und Saxophonist Jesse Davis, der auch das funkige Titelstück der neuen CD "I ain't looking at you" komponierte, bildeten ein aufregendes, perfekt eingespieltes Frontteam, der Gitarrist Peter Bernstein lieferte temporeiche Gitarrenriffs, Mike Le Donne den aparten Hammond-Sound und Alvin Queen nicht nur in den fulminanten Soli legendäre Drummsets. Viel mehr als nur Rhythmusbegleitung war sein Schlagzeugspiel.

Abstecher ins Experimentelle machten das Quintett zwischen den klassischen Swingnummern. Faszinierend, wie fließend die Übergänge zwischen den solistischen Breaks und Ensemblesätzen in allen Titeln waren - und mit welcher Leichtigkeit alles zu Swingen begann. JG

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