Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Mit Musik besser schlafen

22.10.2007

Eine schöne Tradition ist das Benefizkonzert des Dortmunder Clubs Soroptimist International im Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Am Sonntagabend bedankte sich dort die griechische Geigerin Marie-Claudine Papadopoulos für das Stipendium, mit dem der Club ihr 2006 die Teilnahme an der Sommerakademie in Cervo ermöglicht hat.

Ravels große Bravour-Rhapsodie "Tzigane" meisterte die erst 20-Jährige technisch schon sehr versiert. Einen noch stärkeren Eindruck hinterließ sie mit ihrer Interpretation der d-Moll-Sonate von Brahms, aus der viel Reife klang. Einen kernigen Ton hat die Griechin, den sie behutsam im 1. Satz aufblühen ließ und im Finale mit glühender Leidenschaft füllte.

Drei Facetten einer Geigerin, die einer Virtuosin, einer romantischen Kammermusikerin und einer sensiblen Mozart-Interpretin zeigte Marie-Claudine Papadopoulos an diesem Abend. Obwohl die Akustik der Rotunde für das Allegro aus Mozarts Sonate KV 305 nicht vorteilhaft war, begeisterte sie auch hier mit einem zupackenden, schnellen und sorgfältig ausmusiziertem Spiel.

Prof. Arnulf von Arnim, der die Geigerin begleiten sollte, war kurz vor dem Konzert mit einem Schwächeanfall zusammengebrochen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Für ihn sprang Michael Kuhlmann ein, der souverän zu einem inspirierenden, gleichwertigen Duopartner wurde.

Eröffnet hatten den Abend sechs Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 16 Jahren von der privaten Musikschule Kammerton mit kleinen, vor allem bei den Jüngsten sehr selbstbewussten Vorträgen am Klavier.

Mehr als 1000 Euro übergibt der Club Soroptimist als Erlös der Shanti Leprahilfe, die davon kranken Kindern und Kriegswaisen Orff-Instrumente kaufen will. Seit einiger Zeit musizieren die traumatisierten Kinder abends und können damit ihre Ängste zur Seite schieben und besser schlafen. JG

Lesen Sie jetzt