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Mit Whisky und Gewehr

Eving "Nach dem Erfolg des letzten Jahres musste der Amerika-Abend in der Bücherei einfach wiederholt werden", sagt Bibliotheksleiterin Edda Benthaus. So brutzelten erneut die Chicken-Wings, während spannende Diavorträge liefen.

29.08.2007

Die Dachterrasse wird zum Biergarten, der Innenraum ist mit Bildern der Malerin Karin Schnabl dekoriert. So begrüßt die Bibliothek Interessenten zum Thema Amerika. Den Anfang macht der Globetrotter Reinhold Korte mit einem Dia-Vortrag über seine USA-Reisen. Er beginnt im Jahr 1975. Der 60-jährige Abenteurer hat fast jedes Verkehrsmittel genutzt.

Nur mit einem Traktor konnte er sich nicht anfreunden. "Dann hätte meine Reise drei Jahre gedauert", schmunzelt er. Das nächste Bild. Es zeigt Männer mit Hüten und Pferden. "Wer möchte nicht mal Cowboy spielen?" Von New York ging es für Korte und seinen Begleiter, Gitarrenlehrer Norbert Denninghaus, bis nach Alaska. Neben den Indianern und den Wildwest-Städten zeigen die Bilder vor allem eins: überwältigende Natur. Der Yellowstone Park und die Rocky Mountains stellen sich in verträumten Landschaftsaufnahmen dar. Nächstes Dia. Reinhold Korte mit einem Gewehr. "Das musste man haben, für den Fall der Fälle." Ein paar Dias weiter sieht man warum: Bären. Doch zu unangenehmen Vorfällen ist es nie gekommen. "Meist haben wir auf Inseln im Fluss übernachtet, das war sicherer."

Mehr Gefahr verspürte der mutige Globetrotter bei seiner Floßfahrt durch die felsengespickten Flüsse. Da war er froh, als er einmal in einem Hotel in Dawson City mit "halbem Stern" schlafen konnte. Die damals durch den Goldrausch zur Metropole gewordene Stadt sieht heute noch genauso aus wie früher. Auf der neunmonatigen Reise verdienten er und sein Begleiter sich auch nebenbei Geld beim Ernten, und zum Alltag gehörte der Whisky am Lagerfeuer.

"Freundschaften entwickeln sich mit den Besuchen," erzählt Korte. Ein ehemaliger Austauschschüler, zu dem Norbert Denninghaus immer noch Kontakt hat, ist heute Justizminister von Alaska. nils

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