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Mit der Kettensäge für die Ewigkeit

01.10.2007

Dass Industrie und Kultur gut zusammenpassen, ist bekannt. Nun macht der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) seine acht Museumsstandorte in ehemaligen Industriestätten auch noch zu Ateliers auf Zeit. Seit Sonntagabend ist auch das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern dabei und zeigt Skulpturen von Karl Manfred Rennertz.

Der Bildhauer, seit drei Jahren Professor für plastisches Gestalten an der Fachhochschule Detmold, arbeitet seit 30 Jahren als freier Bildhauer auf der ganzen Welt. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen für seine Objekte, für die er nicht nur Holz, sondern auch Beton oder Bronze bearbeitet. In Dortmund ist es jedoch vor allem die ehemalige Lindenallee, die Rennertz' Rohmaterial bildeten. Ausnahme: Die "Iroko-Säule" wurde extra aus Rennertz Heimatstadt Baden-Baden geholt und für die Ausstellung prominent auf dem Ehrenhof aufgestellt.

Brachial

Man könnte Rennertz' Vorgehensweise auch brachial nennen: Die Linden, während des Orkans umgeknickt wie Zahnstocher, zersägte er mit der Kettensäge und flämmte sie anschließend schwarz. Grobe, harte Arbeit an einst lebendigem Material. Doch was daraus entsteht, ist im besten Fall für die Ewigkeit: Übermenschlich große menschliche Körper, scheinbar ineinander verdrehte Holz-Stränge, Boote oder in die Höhe wachsende, abstrakte Pflanzen. pin

bis 28.10., Grubenweg 5

Weitere Fotos unter

www.RuhrNachrichten.de/dortmund

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