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Mit langem Atem zum Erfolg

02.01.2008

Mit langem Atem zum Erfolg

<p>Die Anwohnerinnen waren als Ehrengäste dabei, als Vertreter der Stadt im November die Tempo 50-Schilder vorstellten.</p>

Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Zeit, Bilanz zu ziehen, auch ganz persönlich. Wir stellen in einer Serie zum Jahreswechsel Dortmunder vor, die in den vergangenen zwölf Monaten Außergewöhnliches erlebt haben - wie die B1-Anwohnerinnen Katrin Böllert und Dr. Barbara Kreibich.

Eigentlich schien es ein ganz normales Jahr zu werden. Bis Ende Juli das Oberverwaltungsgericht in Münster eine weitreichende Entscheidung verkündete: Es wies einen Einspruch der Stadt gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen ab, das die Stadt zu wirksamen Maßnahmen gegen das Lärmproblem an der viel befahrenen Bundesstraße verpflichtete.

Die "Mütter" des Erfolges blieben trotzdem skeptisch. "Selbst Mitte September haben wir nicht damit gerechnet, dass sich so schnell etwas tut", erinnert sich Dr. Barbara Kreibich von der B1-Initiative. Denn die engagierten Anwohner mussten langen Atem zeigen. 1995 begannen die Aktivitäten mit einer selbst initiierten Zählung des nächtlichen LKW-Verkehrs auf der B1. Die Forderung nach einem Nachtfahrverbot für den LKW-Durchgangsverkehr wurde 2000 mit einem Antrag an die Stadt erhoben und 2003 vor Gericht gebracht.

Am Ende mit Erfolg. Wobei der Druck auf die Stadt bei einer Info-Veranstaltung der Initiative noch durch die Androhung eines Zwangsgeldes erhöht wurde. "Es musste sich jetzt was bewegen", war der Vorsitzenden der Initiative Katrin Böllert klar. Die Reaktion der Verwaltung ließ denn auch nicht lange auf sich warten: Ende Oktober beantragte die Stadt ein Nachtfahrverbot für LKW auf der B1 und verkündete ein Tempolimit von 50 km/h im Abschnitt zwischen B 54 und B 236. "So richtig geglaubt habe ich das aber erst, als die ersten 50-Schilder standen", erzählt Barbara Kreibich.

Positive Effekte

Umso mehr freuen sich die engagierten Anwohner über die ersten Erfahrungen. Der Verkehr ist deutlich entspannter, der Lärm hat abgenommen, ist Katrin Böllert überzeugt. Und sie hofft auf ähnliche Effekte durch das geplante Nachtfahrverbot für den LKW-Durchgangsverkehr, das nach der Ankündigung der Bezirksregierung im Februar in Kraft treten soll.

Die Hände in den Schoß legen wird die Initiative aber auch danach nicht. "Wir kämpfen weiter für die Einbeziehung der B1 in eine Umweltzone und den Einbau von wirksamen Abgas-Filtern beim geplanten B1-Tunnel", kündigt Katrin Böllert an. Ganz ruhig wird es um die B1 also auch im neuen Jahr nicht werden. Oli

www.b1dortmund.de

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