Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Museum für Kunst und Kulturgeschichte: Moderne Ansichtskarten

DORTMUND Vier junge Fotografen, vier Blicke auf Dortmund. Eine kleine, aber feine Foto-Ausstellung präsentiert das Museum für Kunst und Kulturgeschichte ab Sonntag im Studio.

von Von Katrin Pinetzki

, 07.03.2008
Museum für Kunst und Kulturgeschichte: Moderne Ansichtskarten

Saxophonspieler auf dem U

„Die klassische Ansichtskarten-Fotografie taugt für moderne Großstädte im 21. Jahrhundert nicht mehr“, findet Oliver Berten von der Dortmund-Agentur, der die Idee zu der Ausstellung „photo.vision“ hatte, „wir brauchen einen neuen Blick auf die Stadt und ihre Menschen“. Einige der 20 entstanden Fotos will die Dortmund-Agentur in Zukunft für die Stadtwerbung nutzen.

Saxophon-Spieler auf Dortmunder U

Da ist Janosch Gruschczyk (27), der einen Saxophon-Spieler aufs Dortmunder U setzte und dadurch dem viel fotografierten Motiv eine neue, traumhaft-visionäre Note gibt. In einem anderen Bild montierte er eine Schwimmbad-Szene in Mario Bottas Stadt- und Landesbibliothek – surreal schön.

Trauer in urbaner Umgebung

Hanna Witte (24) wollte „mal etwas anderes zeigen als die ewig lachenden Menschen in der Werbung“. Also inszenierte sie, unter anderem mit den Dortmunder Schauspielern Manuel Harder und Juliane Gruner, Trauer in urbaner Umgebung. Eine andere Serie der Fotografin heißt „Ikonen der Heimat“ und besticht zunächst durch ihre ungewöhnliche Hängung: Dutzende Fotos, von der 5x5 cm-Miniatur bis zum DIN A5-Bild hängen in schweren Holzrahmen dicht an dicht nebeneinander. Zu sehen sind Einblicke in die Wohnungen und guten Stuben russisch-orthodoxer Dortmunder Familien.

Mitternacht oder kurz danach

Jana Gerberding (24) erzählt in ihrer Second-Hand-Modestrecke „Mitternacht oder kurz danach“ düster-mysteriöse Geschichten: Da ragen Frauenbeine aus einem Kofferraum, da hockt eine Frau in rotem Abendkleid unter einer nackten Glühbirne auf nacktem Boden und liest in einem fleckigen Heft.

Bewegung, Schwingung, Vibration

Eser Alper (36) kommt als einziger nicht vom Foto-Studiengang der Fachhochschule, sondern studierte an der Werbe- und Medienakademie Marquardt. Seine Fotos druckte er auf schimmernde Metallplatten, sie erzählen von Bewegung, Schwingung, Vibration im Stadtleben.

Lesen Sie jetzt