Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Museumsjahr 2006 war nur mau

21.08.2007

Das Ausstellungsjahr 2006 war kein besonders gutes - zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht. Rund 185 000 Besucher zählten die städtischen Dortmunder Museen im vergangenen Jahr - 26 000 weniger als zuvor. "Wir könnten diese Zahlen sofort steigern, wenn wir wieder Geld für hochkarätige Ausstellungen hätten", sagte Kurt Eichler, Geschäftsführer der sieben Kulturbetriebe, bei der Vorstellung der Jahresbilanz.

Schwierig sei es vor allem im Museum am Ostwall. Dass es 2006 keine Schau von überregionaler Bedeutung gab, schlägt sich in der schwachen Besucherzahl von 24 000 nieder. "Die unklimatisierten Räume sind für moderne Kunst nur bedingt tauglich", so Eichler. Auch die Mittelalter-Schau im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) habe nicht das erhoffte Interesse gefunden. Hoffnungen setzt Eichler auf die im MKK 2008 geplante Schau über deutsche und türkische Hochzeiten.

Erfolgsgeschichte schrieb 2006 das Westfälische Schulmuseum in Marten, das mit 22 000 verkauften Karten einen Besucherrekord vermeldet. Das im April 2006 neu eröffnete Brauereimuseum zog in seinen ersten acht Monaten mehr als 12 000 Neugierige an. "Das ist ein guter Start", urteilt Lothar Welsch, Büroleiter der Geschäftsleitung der Kulturbetriebe.

Mit der Jahresbilanz kann die Stadt zufrieden sein: Das gemeinnützige Unternehmen hat einen (Mini-)Gewinn von 278 Euro gemacht und ist weiterhin schuldenfrei. Rund 2 Millionen Menschen besuchten die Einrichtungen oder Veranstaltungen der Kulturbetriebe - jeder Dortmunder im Schnitt vier.

Mit einem Boom rechnet die Musikschule in den kommenden vier Jahren. "Durch die Aktion ,Jedem Kind ein Instrument' wird sich die Zahl der jetzt 7400 Musikschüler verdoppeln", prognostiziert Eichler. In Zukunft wollen sich die Kulturbetriebe unter Kindern und Jugendlichen, Senioren und Migranten neue Zielgruppen erschließen. pin

Lesen Sie jetzt