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Nebenbuhler attackiert - Haft gefordert

Schwurgericht

DORTMUND Den blutigen Streit mit seinem Nebenbuhler soll ein 41-jähriger Mann aus der Nordstadt mit drei Jahren und neun Monaten Haft büßen. Diesen Antrag hat Staatsanwalt Heiko Artkämper am Montag in seinem Plädoyer vor dem Dortmunder Schwurgericht gestellt.

von Von Martin von Braunschweig

, 12.04.2010

Der Fall beschäftigt die Richter bereits seit knapp einem halben Jahr. Dem 41-Jährigen und seinem Bruder (46) wird vorgeworfen, im April 2009 den Nebenbuhler und dessen Bruder vor einer Kneipe in der Nordstadt mit Schlagwerkzeugen und einem Messer attackiert und schwer verletzt zu haben. Die Opfer erlitten Blessuren am Kopf und Stichwunden. Beide mussten nach der Tat im Krankenhaus behandelt werden. Einen versuchten Totschlag wirft der Staatsanwalt den Angeklagten aber nicht mehr vor. Vielmehr sei die brutale Attacke als gefährliche Körperverletzung zu werten. Und da sich der ältere der beiden Brüder dann auch noch wesentlich weniger an der Tat beteiligt habe, sei es angemessen, den 46-Jährigen „nur“ zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe zu verurteilen, so Artkämper. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stand die Ex-Freundin des 41-Jährigen. Die Frau hatte sich von dem Angeklagten getrennt und war zu einem anderen Mann gezogen. Ihr Ex-Freund wollte sich mit dem Ende der Beziehung jedoch nicht abfinden und pochte auf eine letzte Aussprache. Allerdings nicht mit der Frau, sondern mit dem „Neuen“. Das Gericht will sein Urteil Ende April verkünden.