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Neubeginn in Trümmern ist mühsam

Heute vor 65 Jahren

DORTMUND Als ein "Schauspiel vollständiger Verwüstung" beschrieb eine Zeitung der US-Armee das Bild, dass sich den einmarschierenden Truppen Mitte April in Dortmund bot.

von Von Oliver Volmerich

, 15.04.2010
Neubeginn in Trümmern ist mühsam

Eine »vollständige Verwüstung« erlebten die alliierten Soldaten - wie hier an der Kampstraße.

 „Das Herz der großen Stadt lag ganz in Trümmern. Der Hauptbahnhof und eine Menge öffentlicher Gebäude waren vollständig zerstört“, hieß es in „The Journal“. Immerhin: Ein Teil des Stadthauses ist noch so intakt, dass die Alliierten dort ihr Hauptquartier aufschlagen.

Dort übergab am 14. April John A. Reilly als Kommandeur der US-Truppen, die Dortmund eingenommen hatten, die Militärmacht an die Briten. Oberstleutnant Wilson hieß der neue Befehlshaber. Doch auch er baute weiter auf die Unterstützung des kommissarischen Oberbürgermeisters Dr. Hermann Ostrop. Ihm gelingt es in Gesprächen u.a. den Briten eine Verkürzung der Ausgangssperre für die Dortmunder abzutrotzen. Die Ausgangszeit wird schließlich auf die Zeit von 9 bis 18 Uhr festgelegt. Und es gilt ein strengen „Fraternisierungsverbot“– es soll keine „Verbrüderungen“ zwischen Besatzern und Deutschen geben.

Mit einem Lautsprecherwagen, den die Engländer zur Verfügung stellen, werden zusätzlich zu den schriftlichen Aushängen die offiziellen Verlautbarungen bekannt gemacht, wird über Ausgehverbot oder die Lage von Wasser-Entnahmestellen informiert und vor Plünderungen gewarnt. Die bereiten neben der Sicherung der Verpflegung und der Seuchen-Vorbeugung in der weitgehend zerstörten Stadt weiter große Probleme.