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Neue Freunde fürs Ypsilon

Dorstfeld Das Gold, das die zwölf Dritt- und Viertklässler zu Beginn der Herbstferien vier Tage lang rund um das Schulte-Witten-Haus gesucht haben, liegt auf der Straße.

04.10.2007

Und zwar buchstäblich: Denn nicht materiellen Reichtum wollten Marie, Stefan, Jan-Niklas und die anderen finden, sondern die Quelle des kulturellen Reichtums: Sie stöberten nach Buchstaben. Ein "E" im Mauerwerk, das "H" einer Fernsehantenne, ein "G" im steinernen Blütenrelief eines alten Hauses - man muss nur hinschauen, schon offenbaren sich die Schriftzeichen auf Schritt und Tritt. Und die Kinder schauten sehr genau hin, knipsten ihre Entdeckungen und erstellten aus A bis Z je eine Buchseite.

Mit Anregungen von Grafikdesignerin Juliane Bentz und Autor Sascha Pranschke, Referenten der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Jugend und Literatur NRW, verfassten die jungen Literaten 26 fantasievolle Gedichte, Reime oder Prosatexte - für jede Seite einen.

Sara (9) erzählt vom Ypsilon, das auf der Suche nach einer Lackierung aus Schneewasser einen Freund findet. Jan-Niklas (9) philosophiert mit "Z": "Zitrone, Zaun und Zange brauche ich nicht lange. Zwanziger, Zehner, Zweier - das gibt faule Eier."

Am Donnerstag wurden im Kinder- und Jugendliteraturzentrum "jugendstil" im Schulte-Witten-Haus noch die Umschlagseiten beklebt, bemalt und betitelt - dann war das "ABC-Buch" fertig, Auflage: 26 handgemachte Unikate, für jeden Jungautoren eines.

Teilgenommen haben die Westhausen Grundschule und die Grundschule Bodelschwingh. "Wir haben gemerkt: Da war für jeden was dabei", resümiert Grafikerin Beutz, "die einen hatten bei der Buchstabenjagd den meisten Spaß, den anderen fiel das Texten leichter." Unterm Strich also eine gelungene Mischung: "Mir hat alles super gefallen", meint Michelle und schaut die Referenten an: "Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr das nochmal macht!"

Nun brauchen die Nachwuchspoeten nur noch etwas Geduld, bis die Exemplare gebunden sind. "Wenn es fertig ist, zeig ich es zuerst meiner Oma", genießt Sara die Vorfreude, "und dann meinem Hund." tag

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