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Noch nicht ordensreif

Mittwoch berichteten wir in einem großen Artikel über die gemeinnützige Arbeit des Mediziners Dr. Klaus Harbig (66) für Obdachlose u. a. in der Einrichtung "Gast-Haus".

23.08.2007

Siegfried Waniek hat diesen Artikel mit besonderem Interesse gelesen. "Schließlich habe ich Dr. Harbig im vergangenen Jahr für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen."

Der 78-jährige Waniek, lange Jahre Vorsitzender des Ortsvereins Körne-Wambel des SoVD, lernte Harbig durch eine Nachbarin kennen. Und seine Arbeit schätzen. "Ich achte sehr, was Dr. Harbig macht. Er ist wie ein Engel für die Obdachlosen." Leider, leider sei sein Vorschlag abgelehnt worden.

Wir wollten wissen warum und sprachen mit Jutta Dalka, die bei der Stadt Dortmund für solche "Ordensanregungen" zuständig ist.

Der Weg einer solchen Anregung ist in der Regel Stadt, Regierungspräsident, Staatskanzlei Düsseldorf. Bei positiver Empfehlung geht die Anregung dann zum Bundespräsidenten.

"Wir als Stadt geben allerdings keinerlei Wertung ab", sagt Jutta Dalka. Sie nehme die Anregung auf und hole von Bürgen, die meist vom Anreger mitgenannt werden, Stellungnahmen ein. Dann schickt die Stadt die Unterlagen kommentarlos weiter zum Regierungspräsidium in Arnsberg.

"Wir prüfen dann die Unterlagen", erklärt Marie Luise Hanke in Arnsberg. Dort folgt nun die erste Prüfung. Fällt sie positiv aus, geht der Fall weiter nach Düsseldorf, wo ein weitere Sichtung ansteht.

Dr. Klaus Harbig hat es erst gar nicht bis an den Rhein geschafft. Arnsberg beschied die Anregung negativ. Aus formaljuristischem Grund. Die verdienstvolle Tätigkeit solle konstruktiv, intensiv und jahrzehntelang ausgeübt sein. Harbig hat sein segensreiches Wirken aber erst 2001 aufgenommen.

Tipp an Siegfried Waniek: seine Ordensanregung auf Wiedervorlage für 2011 legen. Jörg Heckenkamp

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