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Nordstadt: Potenziale nutzen

08.10.2007

Noch ist es nur eine Vision, vielleicht kaum mehr als ein Denkanstoß, aber er soll Steine ins Rollen bringen, soll Grenzen in den Köpfen abreißen. Es geht um die Nordstadt, dem wohl ältesten Kummer-Stadtbezirk innerhalb Dortmunds, dafür zugleich aber den mit der jüngsten Einwohnerschaft.

Dr. Marita Hetmeier (Foto), SPD-Stadtbezirksvorsitzende, macht sich Gedanken über die Zeit nach Urban II. Das Förderprogramm für die Nordstadt läuft nämlich Mitte nächsten Jahres aus. Hetmeier und Parteifreund Hubert Nagusch wollen weg vom Gießkannen-Prinzip vieler Einzelförderungen. Sie haben den großen Wurf im Blick, wollen die Stärken der Nordstadt herausstellen, um bestehende Sozial-Strukturen aufzubrechen. "Das ist der einzige Weg, um die Problemlagen in der Nordstadt nachhaltig aufzulösen", glauben beide.

Und Stärken der Nordstadt, dies seien: Innenstadtnähe, attraktiver Hausbestand (urbanes Wohnen/Jugendstilfassaden), demografisch jüngster Stadtteil in Dortmund, ein kulturelles Highlight der Stadt und Integrationsmotor für neue Bürger.

"In Dortmund wurde die Nordstadt schon immer als Abschiebeviertel für ungeliebte Gruppen benutzt, werden die Probleme in einem Stadtteil gebündelt", kritisiert Hetmeier. Bis 2020 soll sich der Stadtbezirk nachhaltig ändern. Ohne Geld kaum zu schaffen. Dr. Marita Hetmeier weiß, dass viele Mittel nötig sein werden, um beispielsweise Anreize zu schaffen, die Eigenheim-Quote zu erhöhen. Sie läge in der Nordstadt bei gerade einmal 1,2 Prozent und in der restlichen Stadt bei 22,7 %", so Nagusch.

Wie weit weg ein potenzieller Geldsegen aber ist, sieht die Stadtbezirksvorsitzende derzeit am Beispiel der gründlich diskutierten Nordspange: "Sie ist in aller Munde, aber leider nicht im Haushaltsplan." bö

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