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Notlage Klinikum: Ärzte wollen nicht

DORTMUND Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund bleibt beim strikten "Nein", wenn es um den von der Politik geforderten Notlagentarifvertrag fürs Klinikum geht. Hiermit will das tief verschuldete Haus sieben Millionen Euro jährlich einsparen. Während morgen eine elfköpfige Tarifkommission von verdi mit der Geschäftsführung spricht, wollen die Ärzte stur bleiben.

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 30.01.2008
Notlage Klinikum: Ärzte wollen nicht

Prof. Dr. Ingo Flenker ist zweiter Vorsitzender des Marburger Bundes.

Krankenhäuser als Notfallpatienten, als kranke Anbieter für Gesundheits- leistungen, die von immer weniger Personal für immer mehr Patienten erbracht werden müssen. Fährt unser lebenswichtiges Versorgungssystem vor die Wand? Wir sprachen mit Prof. Dr. Ingo Flenker. 16 Jahre war er Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, als zweiter Vorsitzender des Marburger Bundes Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz vertritt der Dortmunder Chefarzt auch die Interessen der Kollegen am Klinikum Dortmund.

Unzureichend

Dort verhandelt am heutigen Donnerstag bekanntlich eine elfköpfige Tarifkommission der Gewerkschaft verdi mit der Klinikum-Geschäftsführung über einen möglichen Notlagentarifvertrag. Der Marburger Bund sitzt nicht mit am Tisch. Seine dort organisierten Ärzte bleiben strikt beim „Nein“ zum Notlagentarifvertrag. Flenker: „Er ist nicht das geeignete Mittel, um die finanziellen Sorgen des Klinikums in den Griff zu bekommen. Das Krankenhaus wurde von Anfang an durch seinen Träger finanziell unzureichend ausgestattet.“

Ambulanzen bedroht

Einziger Gesellschafter des Klinikums ist die Stadt Dortmund. Der Rat der Stadt hatte in seiner letzten Sitzung des Jahres 2007 beschlossen, knapp 20 Millionen Euro aus dem Etat zu zahlen, um den Bau des als so dringend erachteten OP-Zentrums (65 Mio. Euro insgesamt) zu ermöglichen. Der Beschluss ist allerdings an den Abschluss eines Notlagentarifvertrags gebunden. Noch Mitte Dezember hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende Ernst Prüsse gedonnert: „Wenn sich die Interessenvertreter nicht einig sind, werden wir an die Ambulanzen des Klinikums herangehen.“

Das ausführliche Interview mit Prof. Flenker lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe der Ruhr Nachrichten.

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