Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

OB-Kandidat Krüger verurteilt - 1500 Euro Geldstrafe

Amtsgericht

DORTMUND Mario Krüger, OB-Kandidat der Grünen, musste sich diese Woche vor Gericht verantworten. Die Anklage: Sachbeschädigung. Er soll ein Wahlplakat der MLPD durch eines der Grünen ausgetauscht haben. Am Donnerstag verkündete das Amtsgericht sein Urteil.

von Von Martin von Braunschweig

, 15.04.2010
OB-Kandidat Krüger verurteilt - 1500 Euro Geldstrafe

Hat trotz des Urteils seinen Humor behalten: Mario Krüger mit einem Kabelbinder zur Plakat-Befestigung.

Wegen Sachbeschädigung wurde Mario Krüger am Donnerstag (15.4.)  zu einer Geldstrafe von 1500 Euro (15 Tagessätze) verurteilt. Das Gericht hatte keinen Zweifel daran, dass Krüger am 26. Juli 2009 auf der Rheinischen Straße ein Wahlplakat der MLPD von einem Laternenmast entfernt und stattdessen ein Plakat der Grünen aufgehängt hat. Krüger bestreitet dies vehement. „Das habe ich mitnichten getan.

Das ist nicht der Stil der Grünen, und das ist auch nicht mein Stil“, sagte er vor Gericht. Belastet wird der OB-Kandidat von zwei Zeugen, die den Vorfall an jenem Abend genau beobachtet haben wollen. „Diese Männer sind politisch überhaupt nicht interessiert. Sie haben also kein Interesse daran, zu lügen“, hieß es in der Urteilsbegründung. Darüber hinaus seien die Zeugen aufgrund mangelnder Intelligenz gar nicht dazu in der Lage, sich eine falsche Geschichte auszudenken und an dieser auch nach Monaten noch festzuhalten.

Nach dem Urteil kündigten Mario Krüger und sein Verteidiger Wilhelm Achelpöhler (Münster) an, Berufung einzulegen. Damit käme es am Landgericht zu einem neuen Prozess. Sollte am Ende dieser Verhandlung erneut eine Geldstrafe stehen, will der Grünen-Politiker seinen Kampf übrigens noch weiter fortsetzen. „Dann zahle ich nicht, sondern gehe ersatzweise ins Gefängnis“, so Krüger.

Schlagworte: