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OB-Kandidat der Grünen zu den Wahlaussichten

Mario Krüger

DORTMUND Der Wahltag 9. Mai rückt näher. Zeit, den OB-Kandidaten der großen Parteien auf den Zahn zu fühlen. wir sprachen mit Grünen-OB-Kandidat Mario Krüger.

von Von Oliver Volmerich

, 17.04.2010
OB-Kandidat der Grünen zu den Wahlaussichten

Mario Krüger, OB-Kandidat der Grünen.

Das will ich so nicht sagen. Es gibt eine Reihe von Schnittmengen zwischen den Grünen und der SPD. Das setzt natürlich auch voraus, dass verlässliche Partner auf der anderen Seite vorhanden sind. Ernst Prüsse (der SPD-Fraktionschef, d. Red.) hat deutlich gemacht, dass er an einer Zusammenarbeit zur Zeit nicht interessiert ist. Das nehmen wir so hin und versuchen, mit anderen Mehrheiten unsere Interessen im Rat umzusetzen.

Wir haben ja schon seit geraumer Zeit wechselnde Mehrheiten. Das ist nicht gut für die Stadt angesichts der schwierigen Haushaltsprobleme, keine klare Linie fahren zu können. Wir führen natürlich Gespräche um zu schauen, inwieweit es gemeinsame Schnittmengen auch mit der CDU gibt. Aber nicht mit dem Ziel, eine Koalition zu vereinbaren.

Das kann immer noch so sein. Wir warten mal die Landtagswahlen ab. Ich nehme wahr, dass es eine ganze Reihe Leute in der CDU-Fraktion gibt, die ein Interesse daran haben. Und ich sehe auch das Bemühen der SPD-Fraktion, Gemeinsamkeiten in dieser Richtung herauszuarbeiten. Das wird sich zeigen.

Ja. Erstens, weil ich glaube, dass ich für eine andere Politik stehe und weil es wichtig ist, dass diese Politik im OB-Wahlkampf eine Rolle spielt. Wenn man sich die anderen beiden Kandidaten ansieht: Herrn Pohlmann sehe ich kaum – offensichtlich will er im Schlafwagen ins Oberbürgermeister-Amt kommen. Und bei Herrn Sierau, dem Kandidaten der SPD, haben wir in den letzten Monaten erlebt, was Transparenz und Klarheit und Menschen mitnehmen für ihn bedeutet.

Das wird so sein. Ich habe viel Zuspruch bekommen aus unserer Wählerklientel. Viele, die gesagt haben, dass machen wir nicht noch einmal. Wir werden den grünen Kandidaten unterstützen, auch wenn er nur eine Außenseiter-Position hat. Bei einer Umfrage bin ich mit 16 Prozent gehandelt worden. Das zeigt: Den Leihstimmen-Effekt zu Gunsten von Ullrich Sierau hat es da nicht mehr gegeben.

Das kann ich heute noch gar nicht sagen. Das hängt davon ab, was an grünen Begleitanträgen aufgenommen wird. Wir wollen ja klare Schwerpunkte im Bereich Schule, Jugend und Bildung setzen. Wir wollen Dortmund als Stadt der Chancengleichheit weiterentwickeln. Und wir warten auf weitere Vorschläge aus dem Hause Stüdemann, etwa wo Schwerpunkte bei den Investitionen gesetzt werden. Auch die Steuerschätzung Anfang Mai ist noch abzuwarten.

Das ist nicht richtig. Die Grünen haben immer Mehreinnahmen vorgeschlagen und wollten, wie die Verwaltung, Gewerbe- und Grundsteuer anheben. Dem sind SPD und CDU in der Höhe nicht nachgekommen.

Ja. Wir halten das weiter für notwendig. Außerdem erwarten wir einen Beitrag der kommunalen Töchter. Es ist nicht einzusehen, dass beispielsweise die Stadtwerke in größerem Umfang RWE-Aktien aufkaufen, aber nicht bereit sind, über eine Gewinnabführung der darbenden Stadt-Mutter unter die Arme zu greifen.

Das ist völlig offen. Das hängt von vielen Faktoren ab, etwa der Zusammenlegung mit der Landtagswahl. Wie sich das auswirkt, kann man nicht beurteilen. Sieraus Zuspruch hat deutlich nachgelassen. Und letztlich hängt es davon ab, inwieweit es gelingt, das eigene Wählerklientel zu mobilisieren.

Ich möchte ein sattes zweistelliges Ergebnis.

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