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OB-Kandidat wehrt sich Mario Krüger auf der Anklagebank

Plakat-Prozess

DORTMUND Jetzt wird es ernst. Vor dem Amtsgericht hat der Prozess gegen Mario Krüger, OB-Kandidat der Dortmunder Grünen, begonnen. Vordergründig geht es um ein abgerissenes Wahlplakat – hintergründig aber auch um die Glaubwürdigkeit des Politikers.

von Von Jörn Hartwich

, 14.04.2010
OB-Kandidat wehrt sich Mario Krüger auf der Anklagebank

Hier vor dem Versorgungsamt an der Rheinischen Straße kam es zum dem Vorfall mit dem grünen OB-Kandidaten.

Die unangenehme Geschichte beginnt am 26. Juli 2009, auf der Rheinischen Straße. Mario Krüger steht auf einer Leiter, will an einer Laterne ein Wahlplakat anbringen. Kurz darauf tauchen zwei Anwohner auf, beide offenbar angetrunken. Sie pöbeln Krüger an, behaupten, der Politiker habe ein anderes Plakat abgerissen und auf der Straße liegen gelassen.

Und das hat sie gestört. „Der Herr kletterte eine Leiter hoch, schnitt irgend so ein Schild ab und der Müll blieb vor meiner Tür liegen“, sagte einer der Männer im Prozess. Dass es sich dabei um ein Plakat der MLPD gehandelt haben soll, war den beiden egal. „Was auf dem Schild drauf stand, weiß ich nicht – ich kann nämlich nicht lesen“, sagte einer von ihnen im Zeugenstand.   Auf jeden Fall gab ein Wort das andere, die Polizei erschien, die Staatsanwaltschaft legte einen Vorgang an. Zu einem öffentlichen Prozess sollte es allerdings trotzdem nicht kommen.

Mario Krüger erhielt einen Strafbefehl (eine Art schriftliche Verurteilung) wegen Sachbeschädigung über 1500 Euro (15 Tagessätze). Diese Strafe wäre in keinem Führungszeugnis aufgetaucht. Doch Krüger fühlte sich zu Unrecht bestraft und legte Einspruch ein. Vor Gericht beteuerte er erneut, dass er kein Plakat abgerissen habe. Der Laternenpfahl sei frei gewesen. Der Prozess wird heute fortgesetzt.  

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