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OB Langemeyer soll sich öffentlich entschuldigen

DORTMUND Diese verbale Entgleisung will der SPD-Vorstand seinem OB nicht durchgehen lassen: Dr. Gerhard Langemeyer soll sich bei Parteichef Franz-Josef Drabig öffentlich für seine Lügen-Attacke im Zusammenhang mit der Finanzierung des U-Turm-Umbaus entschuldigen. Und statt seiner Alleingänge soll sich Langemeyer künftig mit der Ratsfraktion und den Parteigremien abstimmen.

von Von Gaby Kolle

, 16.10.2007
OB Langemeyer soll sich öffentlich entschuldigen

Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer steht auch parteiintern in der Kritik.

  Die SPD will ihren Oberbürgermeister zur (besseren) Zusammenarbeit bewegen. Der Parteivorstand hat dazu am Dienstagabend nach zweieinhalbstündiger Diskussion einen mündlichen Vier-Punkte-Antrag verabschiedet – mit 15 Ja-, vier Nein-Stimmen und einer Enthaltung. Parteichef Franz-Josef Drabig, den eine innige Feindschaft mit OB Dr. Gerhard Langemeyer (Foto) verbindet, hat bei der Abstimmung den Saal verlassen.

Parteivize Jahl: "Alles muss auf den Tisch"

So fordern die Genossen vom OB, in der Ratsfraktion den Sachstand zum U-Turm und zur Finanzierung seines Umbaus umfassend zu klären. „Alles muss auf den Tisch“, erklärte Parteivize Armin Jahl nach der Sitzung. Künftig soll der OB sich in allen Sachfragen eng mit den Parteigremien abstimmen. Mit einer derart verbesserten Koordination zwischen OB, Partei, Ratsfraktion sowie den Abgeordneten für Europa, Bund und Land wollen die Genossen „die Dinge positiv nach vorn bringen“, so Jahl. Der Parteivorstand hoffe, „dass der OB auf den Beschluss entsprechend reagiert.“

Gespräch in der nächsten Woche

Deshalb wollen Parteichef Drabig, Fraktionschef Ernst Prüsse und der EU-Abgeordnete Bernhard Rapkay den Forderungen Nachdruck verleihen und in der nächsten Woche das Gespräch mit OB Langemeyer über die künftige Zusammenarbeit suchen. Die Unterschlagungsaffäre im OB-Büro war nur ein Thema am Rande. In diesem Punkt hatten sich Drabig und Prüsse bereits schützend vor Langemeyer gestellt, aber umfassende Aufklärung gefordert. Dennoch soll es auch dazu ein Gespräch zwischen OB, Drabig und Prüsse geben.

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