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OB fordert Bildungsoffensive

DORTMUND Die viel diskutierte Jugendgewalt habe auch eine Ursache in mangelnden Lebensperspektiven der Täter. Deshalb sei Bildung so wichtig, betonte Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer Mittwochabend beim Neujahrsempfang der Stadt im Konzerthaus. Viel Beifall gab's, als der OB u. a. forderte: "Kein Kind sollte die Schule ohne Abschluss verlassen."

24.01.2008

"Das Jahr 2007 fing nicht so prickelnd an“, war einer der ersten OB-Sätze seiner mit 18 Minuten ungewöhnlich kurzen Rede. Es begann im Januar mit dem Orkan Kyrill. Dann das geplatzte 3do-Projekt, in das er viel Arbeit gesteckt hat. Und im April schließlich ein schriller Misston in seinem eigenen Amt, dessen Echo bis heute nachhallt : Die Unterschlagungen durch eine Mitarbeiterin nannte Langemeyer einen „drastischen Kriminalfall“, bei dem es „rückhaltlose Aufklärung“ geben müsse.

Über eine Dur-Passage, den erfreulichen Rückgang der Arbeitslosigkeit, landete Langemeyer schnell wieder bei Moll: bei der Schließung des Bochumer Nokia-Werkes, die auch 200 Dortmunder den Job kosten dürfte. Der OB unter Beifall: „So geht‘s nicht.“

Ungeschminkte Wahrheiten

Ein wichtiger Aspekt seiner Rede vor rund 1200 Zuhörern im Konzerthaus war die Bildung. Der Sozialstruktur-Atlas habe ungeschminkte Wahrheiten ans Licht gebracht. „Deshalb haben wir den Aktionsplan ‚Soziale Stadt‘ aufgelegt.“ Das Stadtoberhaupt macht zwei Felder aus, die es künftig intensiv zu beackern gelte: mehr und gute Arbeit schaffen und mehr und gute Bildung schaffen. „Wir wollen die Qualität im Bildungssystem zu einem kommunalen Thema machen“, rief er unter Beifall.

Mit Hinweisen auf fortschreitende Projekte wie den Phoenix-See oder das U wechselte die Tonlage zunehmend ins Beschwingte. Auf einen rhythmisch höchst beschwingten Termin freue er sich, ganz besonders: die Techno-Party „Love Parade“ im Sommer. Ein derartige musikalische Vorfreude wollten die Dortmunder Philharmoniker dem OB aber denn doch nicht machen. Sie setzten den musikalischen Part mit Lehárs „Lustiger Witwe“ fort.

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