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Operationen verschoben

Wenig begeistert vom Warnstreik zeigte sich gestern das Klinikum. Zwölf Operationen fielen dort aus, weil 35 Mitarbeiter fehlten.

05.03.2008

"Das ist natürlich bitter", sagte Klinikumssprecher Jörg Kühn, "zumal wir seit Jahresbeginn 3,5 Prozent mehr Fälle zu verzeichnen haben". Es wurden allerdings lediglich Eingriffe aus dem orthopädischen Bereich, etwa am Hüftgelenk, verschoben. Lebensnotwendige Operationen waren nicht betroffen.

Statt beim Hausmeister lag die Schlüsselgewalt an der Anne-Frank-Gesamtschule gestern beim Kollegium. "Solange nicht auch noch die Heizung ausfällt, haben wir kein Problem", sagte der didaktische Leiter der Gesamtschule, Rüdiger Ross.

"Ich habe keine Sekretärin und keinen Hausmeister", erklärt Willibald Jöhren, Leiter des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums und Sprecher der Dortmunder Gymnasien. Deshalb blieb seine Schule ebenso geschlossen wie das Goethe- und das Stadtgymnasium.

Trotz geltender Schulpflicht drückt das Schulministerium ein Auge zu. Demnach bleibt es den Eltern überlassen, ob und wie sie ihre Kinder unter 18 Jahren zur Schule schicken. Eltern können, eventuell auch unter Berücksichtigung eines Notfahrplans, eigenverantwortlich prüfen und entscheiden, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar ist. "Die Schule wird eine entsprechende Entschuldigung akzeptieren", heißt es auf der Internetseite des Schulministeriums.

Wenig Wartende an den Haltestellen: Die Bus- und Bahn-Fahrer waren offenbar gut über den Ausstand informiert und hatten sich rechtzeitig um Alternativen bemüht. Sie gingen zu Fuß, nahmen ihr Auto oder ein Taxi. Daher wurde es eng auf den Straßen. Gut, wer Schleichwege zur Arbeit kannte. Weitere Folge: Parkplatz-Mangel.

Erst gegen Mittag wurde es besser, als sich die Versammlung der Streikenden auf dem Alten Markt auflöste. Die warten jetzt gespannt auf das Ergebnis der Verhandlungen, die heute und morgen in Potsdam stattfinden. bel/neu

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