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Opfer sah in Lauf

DORTMUND Ein Haftrichter hat den 29-Jährigen, der am Sonntag eine Waffe auf einen Türsteher der Diskothek Rush-Hour richtete und abdrückte, wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft geschickt.

von Von Andreas Wegener

, 27.03.2007

Dass Dzou Dobras (32) mit dem Leben davonkam, grenzt an ein Wunder: „Der Täter stand etwa drei Meter von mir entfernt. Ich konnte direkt in den Lauf der Waffe sehen, als er abdrückte – der Schlagbolzen klickte, aber der Schuss löste sich nicht“, sagte der Mitarbeiter. Bevor sein Gegenüber noch einmal durchladen konnte, überwältigte ihn der Disko-Mitarbeiter, entriss ihm die Pistole.Der 29-Jährige konnte verletzt entkommen, wurde aber wenig später verhaftet.

Nach Streit Waffe besorgt

Nach RN-Informationen hatte er anschließend eine Tankstelle aufgesucht, Mitarbeiter verständigten den Rettungsdienst, ein Arzt hörte von der Fahndung und informierte die Polizei. Im Krankenhaus klickten die Handschellen.

Zum Motiv des offenbar betrunkenen Tatverdächtigen konnte Staatsanwältin Carola Jakobs keine Angaben machen: „Der Beschuldigte erklärte, er könne sich an die Tat nicht erinnern.“ Deshalb suchen die Ermittler noch Zeugen. Der 29-Jährige, der wegen anderer Delikte schon polizeibekannt ist, war angeblich eine Stunde vor dem missglückten Attentat nach einem Streit mit einem anderen Gast aus der Disko geflogen, dann besorgte er sich die Waffe. Warum sich der Schuss nicht löste, sollten jetzt Experten des Landeskriminalamts klären.

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