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Passagier durfte nicht mehr mit

30.10.2007

Es muss ein ganz bitterer Moment gewesen sein. Als vor 16 Monaten eine easyJet-Maschine von Dortmund in Richtung London aufbrach, musste einer der Passagiere am Boden bleiben. Begründung: Er kam zu spät. Gestern beschäftigte der Fall das Amtsgericht.

Sebastian Reisener (Foto), der zurückgelassene Tagestourist, kann die harte Haltung der easyJet-Mitarbeiter bis heute nicht verstehen. Er war damals mit dem Auto von Lüdenscheid nach Dortmund gefahren, hatte sich erst im Parkhaus und später im Terminal verlaufen. Sein Flug ging um 7 Uhr morgens, spätestens 15 Minuten vorher hätte er sein Ticket am Check-In-Schalter vorzeigen müssen. Was er nicht ganz geschafft hat. Gereicht hätte es seiner Meinung nach aber trotzdem noch. "Die Türen des Flugzeugs waren noch offen, und die Treppe war auch noch da", sagte der 28-Jährige.

Doch die beiden Frauen am Schalter ließen ihn nicht mehr durch. Ihr Kommentar: "Kommen sie das nächste Mal halt pünktlich." Und so musste Sebastian Reisener zusehen, wie die Maschine vor seinen Augen abhob.

Weil er das Verhalten der easyJet-Mitarbeiter als besonders kundenunfreundlich empfand, wollte er gestern zumindest seinen Reisepreis zurück. Doch auch das hat nicht funktioniert. easyJet erklärte sich im Prozess lediglich dazu bereit, die Steuern in Höhe von 7,29 Euro zurück zu überweisen. Weil dieser Betrag damals konkret eingespart worden sei. Gebühren, die ebenfalls hätten erstattet werden müssen, seien nicht angefallen.

Warum easyJet den letzten Passagier damals nicht einfach noch zur Maschine hat laufen lassen, erklärte der Prozessvertreter so: "Dann hätte die ganze Check-In-Prozedur wiederholt werden müssen." Warum? Darauf gab es keine Antwort. Jörn Hartwich

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