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Pfarrer Hentschel: Abschied für ein Jahr?

16.08.2007

Kirchlinde Die katholische St. Josef-Gemeinde Kirchlinde trauert um ihren Seelsorger. Pfarrer Christof Hentschel verlässt die Gemeinde Ende des Monats und wird zunächst für ein Jahr ins Dekanat Osnabrück wechseln.

Das geschieht auf eigenen Wunsch und hat sowohl persönliche als auch gesundheitliche Gründe. Denn der 1963 in Paderborn geborene Seelsorger, der 1999 die Nachfolge von Pfarrer Hubert Michels antrat, plagte sich schon seit geraumer Zeit mit Herzproblemen, stand der Gemeinde krankheitsbedingt bereits seit Pfingsten nicht mehr zur Verfügung.

Aber auch beruflich hatte Hentschel harte Zeiten hinter sich. Als entschiedener Gegner des Großdekanats Dortmund scheute sich der gebürtige Paderborner nicht, auch öffentlich anzuecken. Vergeblich versuchte er, die inzwischen vollzogenen strukturellen Veränderungen zu verhindern oder zumindest aus seiner Sicht zu mildern.

Ein Kampf, bei dem nicht nur das angestrebte Ziel verfehlt wurde, sondern auch das Verhältnis zu manch einem vermeintlichen Mitstreiter auf der Strecke blieb. Schwer zu ertragen für einen Mann, dem es eher lag, direkte Wege zu gehen, anstatt zu taktieren.

An seiner neuen Wirkungsstätte will sich Hentschel, der vor seiner Kirchlinder Zeit unter anderem sechs Jahre als Priester in Frankreich tätig war, vornehmlich der seelsorgerischen Tätigkeit widmen, die ihm um so vieles mehr am Herzen lag, als der Verwaltungsbereich.

"Ich will Seelsorger und kein Gemeindeverwalter sein", hat er am Wochenende der Gemeinde beim Abschied gesagt. Dort wird sein Weggang nicht begrüßt. "Wir sind alle sehr traurig, dass er geht", hieß es gestern aus Kirchlinde. M. vom Büchel

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