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Pils liegt in der Gunst ganz vorn

Bierkonsum

DORTMUND Zwischen Leber und Milz passt immer noch ein Pils, weiß der Volksmund. Nicht nur die Dortmunder trinken am liebsten das untergärige, besonders stark gehopfte und daher herbe Bier.

von Von Achim Roggendorf

, 21.04.2010

So lag der Pils-Anteil 2009 in NRW bei 75,46 Prozent. Das geht aus einer internen Statistik des Verbandes Rheinisch-Westfälischer Brauereien hervor. Der Pils-Konsum ist danach im vergangenen Jahr zwar um 3,5 Prozent zurückgegangen. Doch die Altbier-Brauer hatten im gleichen Zeitraum einen Rückgang von fast zehn Prozent zu schlucken. Allein das Kölsch, von dem böse Zungen behaupten, dass es kein Bier ist, verlor dazu fast gar nichts (minus 0,4 Prozent).

Doch ist das Kölsch mit einem Marktanteil von 13,29 Prozent eher eine lokale Spezialität. Bier braucht vor allem Heimat, sagen Braumeister. Deshalb ist es erfreulich, dass auch eine Menge Dortmunder Pils getrunken wird.   „Mit unseren Marken Hövels Original, Dortmunder Kronen und Brinkhoff´s No. 1 konnten wir Marktanteile in der Stadt hinzugewinnen“, freut sich Thomas Schneider, Chef der Dortmunder Brauereien (DAB). Gleichwohl bleibt er in der entscheidenden Frage diplomatisch, schließlich braut die Radeberger Gruppe nicht nur Pils: „Die Kölner trinken ihr Kölsch, die Düsseldorfer ihr Alt, und wir hier in Dortmund freuen uns, unser Pils genießen zu können.“ 

  • Am 23. April wird der Tag des Bieres gefeiert. Bier ist nach wie vor das Nationalgetränk der Deutschen. Zwar ist der Bierabsatz insgesamt rückläufig, doch die Arten- und Markenvielfalt bleibt weltweit wohl einzigartig.
  • 1302 Brauereien mit rund 5000 Marken werden zwischen Flensburg und Mittenwald gezählt. Dabei hat sich das Bier Pilsener Brauart bundesweit zur beliebtesten Sorte entwickelt, obwohl es Ende der 60er-Jahre noch eher ein Randdasein fristete.