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Polizei als viel gefragter Kinder-Retter

09.12.2007

Polizei als viel gefragter Kinder-Retter

<p>Drangvolle Enge nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt herrschte am zweiten Advents-Wochenende in der City. Reminghorst</p>

"Haben die denn alle kein Zuhause?", schüttelte ein Beobachter ob der Fülle am verkaufsoffenen Sonntag den Kopf? Als Gradmesser für die Kauflaune könnte die vorläufige Bilanz des Gepäck-Depots am Platz von Hiroshima gelten. Während Samstag 234 - zumeist große - Tüten und Päckchen hier in dem Container abgegeben wurden (am ersten Adventssamstag 170), waren es am Sonntag bis zum späten Nachmittag aber erst 30. Es sei alles dabei, bis zum Kinderwagen. "Aber kein Kind", schmunzelten die drei Aufpasser, Stefanie Erdelbrauck, Lukas Knorr und Stefan Bigusch.

Kinder gibt's dafür in diesem Jahr auffällig oft an der Mobilen Wache der Polizei. Sie steht an der Schnittstelle des Weihnachtsmarktes Alter Markt/Reinoldi-Kirchplatz. "Verloren" gingen am Samstag fünf, bis gestern Nachmittag erneut vier Sprösslinge. Wobei die Eltern inzwischen pfiffiger würden, bemerken die Beamten. Sie schrieben ihren Kindern die Handynummer auf den Handrücken und sagten ihnen, falls sie an einem Stand mit der Masse weitergeschoben würden, sollten sie sich bei den Männern mit den weißen Kappen "da vorne" melden. Das klappt anscheinend gut, denn normalerweise sind Nachwuchs und Eltern nur wenige Minuten getrennt. Und sonst? 629 Passanten sprachen am Samstag die Polizei an, gestern waren es bis zum frühen Abend 266.

An den Rekord von 600 Bussen im letzten Jahr könnte der Markthandel- und Schaustellerverband kratzen: Bisher zählten die Weihnachtsmarkt-Händler nämlich 357 Busse aus nah und fern. Alwin Kleuser vom Vorstand hörte am zweiten Advents-Wochenende viel holländisch und belgisch.

Von zwei tollen Tagen schwärmte City-Ring- und Galeria Kaufhof-Chefin Monika Block. Es war nicht nur voll, sondern es wurde auch viel gekauft. Wobei sich vor allem der Sonntag als Familientag erwies. Besondere Renner waren einmal mehr Uhren und Schmuck. Block: "Hier hatten wir am Sonntag eine Stunde vor Ladenschluss das Ergebnis des Vorjahres überschritten." Insgesamt brachte das Wochenende ein "sehr gutes Ergebnis".

Kollegin Cemile Öztoprak, kaufmännische Geschäftsführerin von Saturn gleich nebenan, kennt keine ausgesprochenen "Renner in diesem Jahr". Gleich ob Groß-TV oder Kaffeemaschine, alles laufe gut.

Technisches Spielzeug wandert bei Lütgenau reichlich ins Einwickelpapier: ferngesteuerte Autos, Lehrbau- oder Experimentierkästen, Autorennbahnen, aber auch wieder vermehrt Gesellschaftsspiele, sieht Geschäftsführer Andreas Mehls an den Einpacktischen. bö/Oli

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