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Polizei fordert neue Stellflächen in Dortmund

Parkplatz-Probleme

DORTMUND Verkehrsfunk im 15-Minuten-Takt, Lautsprecherdurchsagen auf der B1, Notparkplätze auf Gehwegen und doch Staus bis zum Westhofener Kreuz – das Dortmunder Verkehrsnetz brach am Wochenende zusammen.

von Von Peter Bandermann

, 19.04.2010
Polizei fordert neue Stellflächen in Dortmund

Nix ging mehr am Sonntag (18.4.) auf der B1.

Schuld waren die Modellbaumesse, das BVB-Heimspiel gegen Hoffenheim und ein Trödelmarkt im Westfalenpark. Zwischen 4 Uhr und 20 Uhr waren Stadt und Polizei bemüht, die Blechschlangen zu kanalisieren. Gegen 12 Uhr brach das Chaos aus: Die 10.500 Parkplätze rund um Messezentrum und Westfalenpark waren dicht. Zeitgleich rückten die BVB-Fans an. Nur: Für die war kein Platz mehr.

Die Polizei erklärte Gehwege zu Notparkplätzen und leitete im Stau stehende Autofahrer per Lautsprecher von der B1 in die Innenstadt-Parkhäuser um (8400 Stellplätze). Oft verzichtete die Stadt auf Knöllchen. Nur in Extremfällen, z. B. wo Rettungswege blockiert waren, musste der Eisenhaken den Weg frei machen: 30 mal riefen Polizei und Stadt den Abschleppunternehmer – was laut Stadt-Pressesprecher Hans-Joachim Skupsch ein Durchschnittswert sei. Nicht überall konnten Politessen oder Polizisten auf Knöllchen verzichten: Sie steckten 202 Zahlkarten hinter die Scheibenwischer.

Unterm Strich habe sich Dortmund, so Skupsch, als „Autofahrer-freundliche Stadt“ gezeigt. Kaum hat sich der Stau aufgelöst, droht der nächste Großeinsatz: Am 1. Mai spielt der BVB nachmittags gegen Wolfsburg. Hinzu kommen weitere Großveranstaltungen, u. a. eine Demo, in der City. Zwar verfügt das Straßennetz bereits über ein ordentliches Parkleitsystem, aber das sei, so das Tiefbauamt, „nur solange hilfreich, bis alle Plätze belegt sind.“ Mit Blick auf die Zukunft plädiert Polizeihauptkommissar Peter Koch deshalb für eine Modernisierung des Parkleitsystems, um Autofahrer rechtzeitig zu informieren.

Betreiber der Navigationssysteme z. B. müssten die lokale Parkplatznot auf die Geräte übertragen. Und Dortmund sei aufgefordert, für solche Fälle große Parkplatz-Reserven zu schaffen. Kapazitäten sieht Koch an der Universität, auf Phoenix-West und an der Stadtbahn-Haltestelle Stadtkrone-Ost. 

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