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Polka, Liebe und Tradition

07.12.2007

Polka, Liebe und Tradition

<p>Kampf der Geschlechter: Marie (Peggy Steiner), Hans (Timothy Richards) und Heiratsvermittler Kecal (Ramaz Chikviladze) in einer Szene aus "Die verkaufte Braut". Stage Picture</p>

Opern-Intendantin Christine Mielitz bringt am 15. Dezember eine Neuinszenierung von Bedrich Smetanas "Die verkaufte Braut" auf die Bühne des Opernhauses.

Das Werk aus dem Jahr 1866 handelt von der armen Bauerstochter Marie (Lydia Skourides/Peggy Steiner), die Wenzel (Tansel Akzeybek), dem zweiten Sohn eines reichen Grundbesitzerehepaares versprochen wurde, da für diesen wegen seiner Stotterei keine standesgemäße Hochzeit in Frage kommt. Doch Marie liebt Macho Hans (Timothy Richards), den älteren Bruder des Wenzel.

"Das Stück ist nie idyllisch, Romantik kommt immer mit einem ungeheuer erotischen und spannungsvollen Zug daher", verspricht Christine Mielitz. Erheiternd, erhellend und voller Dynamik will sie das Stück auf die Bühne bringen - über den Traum eines Komponisten, der sich als Fremder im eigenen Land fühlte, wie Mielitz sagt. Scharfsinnig und mit sarkastischem Augenzwinkern habe Smetana auf das Standesgeplänkel im ehemaligen Böhmen und Mähren (heute Tschechien) geblickt, sei dabei der Utopie verfallen, dass sein Volk in der Tradition verwurzelt, aber nicht darin gefangen sein soll.

Zu Polka, Furiant und Springtanz wartet der musikalische Leiter, Simon Rekers, mit Arien, Duetten und Chören auf. Passend dazu hat Christian Rinke "ein dynamisches Bühnenbild" entworfen. "Ich habe mich um ständig wechselnde Bilder bemüht", sagt er. Zum einen wollte er die bedrückende Enge des Dorfes wiedergeben, es andererseits aber auch als das gemütliche "Nest voller Geborgenheit" präsentieren. "Dann wieder platzt der kleine Kreis und es geht hinaus in die befreiende Weite einer Wiese." bel

Premiere: Sa (15. 12.), 19.30 Uhr, Restkarten unter 50-27222. Sonntag (9.12.), 11.15 Uhr gibt es eine Matinee im Opern-Foyer

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