Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Protest soll gebündelt werden

16.08.2007

Die Wunden des 1. Mai sind noch immer nicht verheilt. Als "Tiefpunkt" der Demokratie bezeichnete Ursula Richter vom Dortmunder Bündnis gegen Rechts die Vorkommnisse um den Nazi-Aufmarsch am Tag der Arbeit. Zweieinhalb Stunden dauerte die Nachlese von dazu am Mittwoch Abend im Wichernhaus mit Gewerkschaftern, antifaschistischen Gruppen und Vertretern des Jugendrings.

Zwei besondere Kritikpunkte machte Ursula Richter aus: "den nicht gebündelten Protest der Nazi-Gegner und ein Entgegenkommen der Nazis auf allen Ebenen". Als "skandalöse Vorfälle" bezeichneten Verdi-Vertreter Dietmar Kompa und Udo Stunz , dass Beschäftigte von Stadtwerken und EDG gezwungen worden seien, Rechtsradikale in Bussen zu transportieren und den Aufmarschplatz von Gülle zu reinigen, zumal viele Beschäftigte ausländischer Herkunft seien.

Solche Zustände sollen am 1. September, wenn Nazis wieder in Dortmund aufmarschieren wollen, mit allen Mitteln verhindert werden. Deshalb fordert Ulrich Sander, Sprecher des VVN-BdA, in einem Brief an den Polizeipräsidenten, den Nazi-Aufmarsch am 1. September zu verbieten. "Nach allem, was wir seit den letzten NS-Aufmärschen wissen, ist am 1. September mit Straftaten nach dem Volksverhetzungsparagraphen zu rechnen", erklärte er.

Um eine Zersplitterung der Gegendemonstrationen zu verhindern, ruft das Bündnis gegen Rechts am 1. September von 13 bis 18 Uhr auf dem Platz an der alten Synagoge (Theatervorplatz) zu einer Kundgebung auf. het

Lesen Sie jetzt