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Psychiatrie auf Bewährung

DORTMUND Sechs Monate nach zwei tätlichen Angriffen auf Pflegekräfte der Psychiatrie in Aplerbeck hat das Landgericht am Mittwoch entschieden, dass der Täter (18) zunächst nicht dauerhaft in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen wird.

von Von Martin von Braunschweig

, 05.03.2008
Psychiatrie auf Bewährung

Die Einweisung des 18-Jährigen in die Psychiatrie wird zur Bewährung ausgesetzt.

Der an Schizophrenie leidende Jugendliche hatte am 15. September 2007 versucht, aus Aplerbeck zu fliehen. Dabei hatte er einen Pfleger attackiert, als dieser ihn festhalten wollte. Der Beschuldigte bezeichnete seine Aktion vor Gericht jedoch als „Reflex“. Von einem gezielten Angriff, gar von einem versuchten Totschlag, wie es die Staatsanwaltschaft zunächst annahm, wollte der ausgebildete Kampfsportler nichts wissen.

Auch die Tatsache, dass er bereits zehn Tage zuvor einen anderen Pfleger geschlagen hatte, konnte der Dortmunder erklären. Stimmen hätten ihm die Attacke befohlen, sagte er den Richtern der 31. Strafkammer.

Diesen entschieden jetzt, dass die Einweisung des 18-Jährigen in die Psychiatrie zur Bewährung ausgesetzt wird. Das bedeutet: Erst wenn er in Zukunft noch einmal wegen einer Gewalttat auffällt, wird er zwangsweise in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht.

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