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Radrennen ganz ohne Eile

DORTMUND Nicht der schnellste gewann, sondern das größte Team. Nicht die Zeit war entscheidend, sondern der Spaßfaktor. Und die Radfahrer tankten beim Familienklassiker "Rund durchs Ardey" kein Doping, sondern Sonne.

von Von Susanne Enz

, 07.08.2007
Radrennen ganz ohne Eile

Perfekte Bedingungen für die Teilnehmer der Ardey-Rundfahrt.

Riemen lösen, Rennrad vom Dach hieven. Schrauben kontrollieren, die nötigsten Sachen ab in die Rückentasche vom Trikot und los geht‘s! Nach diesen paar Handgriffen waren die meisten Radler startklar für ihre Fahrt „Rund durchs Ardey“.

Wer 151 km fahren, also die längste der vier Strecken bewältigen wollte, nutzte die noch angenehmen Temperaturen des frühen Morgens. „Ein paar ganz Heiße standen schon um viertel vor sieben hier und wollten eine Startkarte“, berichtete Heinz Haaken vom ausrichtenden Verein Sturmvogel Dortmund. Dabei begann die offizielle Startzeit erst um 7.30 Uhr.

151 Kilometer mit 71 Jahren

Mit Startkarte und -nummer ausgerüstet machten sich die Teilnehmer dann nach und nach in kleinen Grüppchen auf den Weg. „Bewegung, Sport, frische Luft und das in der Gruppe - das macht immer Spaß“, beschrieb Jochen Ulrich den Reiz der Rundfahrt, bei der Geschwindigkeit nicht das Maß aller Dinge ist. Damit gab der 71-jährige Vereinsfahrer eine Meinung wieder, die unter den 828 Teilnehmern weit verbreitet war.

Dennoch kamen zumindest die Vereinsfahrer nicht alle nur wegen der schönen Landschaft, sondern auch wegen etwas anderem: Sie wollten Stempel und Einträge in ihren Wertungskarten. Kaum zurück im Ziel, zeigten sie die Kontrollstempel auf der Startkarte vor und erhielten je nach Strecke bis zu vier Punkte gutgeschrieben. Am Jahresende beginnt dann das große Vergleichen: Wer war der größte Punktejäger der Saison?

Radmarathon als Hobby

Bodo Brylski jedenfalls hat das Punkte-Fieber gepackt. Zusammen mit Sohn Marvin kam er gleich per Fahrrad aus Waltrop, brachte in knapp zweieinhalb Stunden die 40 km-Strecke hinter sich und radelte noch zurück. Die Tagesbilanz für ihn und den Elfjährigen: Über 100 km und drei Wertungspunkte. Tags zuvor hatte der Steuerberater, der das erste Jahr im Verein fährt, noch eine Strecke von über 200 km bewältigt. Seinen zehnten Radmarathon im laufenden Jahr. Dennoch berief auch er sich auf die schönen Strecken, die man auf dem Rad kennen lernt, und den Zusammenhalt untereinander. „Es soll ja schließlich auch noch ein Hobby sein“, gab er fast entschuldigend zu Protokoll. 

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