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Radweg ausgebremst

Groppenbruch Mit diesen schlechten Nachrichten hatten Anwohner, Politiker und Radfahrer am Mittwochnachmittag nicht gerechnet: Der seit Jahren für die Königsheide geforderte Rad- und Fußweg im Bereich Groppenbruch rangiert abgeschlagen auf Platz 24 der Prioritätenliste der Bezirksregierung Arnsberg.

30.08.2007

"Wir waren auch schon Mal auf Platz neun", reagierte Anwohner Ulrich Schmalenberg (Foto) maßlos enttäuscht auf die Aussage von Heinrich Niemitz, den der Mengeder Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen als Vertreter des Landesbetriebs Straßen NRW für seinen Ortstermin eingeladen hatte.

Bereits seit Ende der 1990er Jahre versuchen engagierte Bürger mit politischer Unterstützung, den fehlenden Rad- und Fußweg auf der Königsheide zwischen Brückenüberbau A2 und der Ortseinfahrt Lünen durchzusetzen. Bis zum Brockenscheidter Weg wird dies sogar geschehen, und zwar im Rahmen der Haldengestaltung (wir berichteten).

Niemand kann verstehen, warum der Lückenschluss nicht komplett vollzogen wird, also bis zur Ortseinfahrt Lünen. "Dabei ist die Situation für Fußgänger und Radfahrer doch wirklich lebensgefährlich", kommentiert eine resignierte Waltraut Vogt (69), die schon 1999 über 270 Unterschriften für den Radweg gesammelt hatte. Drei Mal pro Woche fahre sie mit dem Rad nach Brambauer, häufig sei sie dabei schon auf der schmalen und mit 10 000 Autos täglich hoch frequentierten Straße in brenzlige Situationen geraten - etwa durch die Windstöße vorbeirasender LKW.

Rita-Maria Schwalgin, Sprecherin des Ortsverbands Bündnis 90/Die Grünen, betonte gegenüber den Ruhr Nachrichten, "hartnäckig an dem Thema dranzubleiben." Denn nicht nur ihr ist klar, dass "Platz 24" noch ein jahrelanges Warten bedeuten würde. Das bestätigte auch Jari Wieschmann, Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg, auf Anfrage der Stadtteil-Redaktion: "Von der Prioritätenliste, Radwegebau an Landesstraßen' werden maximal zwei bis drei Maßnahmen pro Jahr realisiert." Beate Dönnewald

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