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Rafik Schamis "Tramfrau"

19.12.2007

Rafik Schamis "Tramfrau"

<p>Root Leeb Pinetzki</p>

Wer hat eigentlich die Bücher des Nelly-Sachs-Preisträgers Rafik Schami so einfühlsam illustriert, fragten sich viele Besucher, die sich nach der Preisverleihung und der Lesung am Büchertisch drängelten. Die Künstlerin heißt Root Leeb, ist Rafik Schamis Ehefrau - und schreibt selbst Romane. Wir trafen die 52-Jährige am Samstag.

Sind Sie heute schon Straßenbahn gefahren?

Leeb: Nein. Aber ich habe mein Buch "Die Tramfrau" vor etwa zwölf Jahren in Dortmund bei einer Lesung in der Straßenbahn vorgestellt. Es erschien in der edition ebersbach, die damals ihren Sitz in Dortmund hatte. Ich bin ja selbst sechs Jahre lang Tram in München gefahren und habe das Buch über und für meine ehemaligen Kollegen geschrieben und illustriert. Nach dieser Dortmunder Lesung hat es lange gedauert, bis ich bei Lesungen wieder festen Boden unter den Füßen hatte ...

Was sind heute Ihre Themen?

Leeb: Ich habe gerade einen Roman fertig. Es geht um die Differenzen in einer Großfamilie. Es ist nicht leicht, einen Verlag zu finden, wenn man ein gewisses Alter überschritten hat, und die Verlage, in denen mein Mann veröffentlicht, schließe ich aus Prinzip aus.

Ist Ihr Mann Ihr erster Leser?

Leeb: Natürlich, und umgekehrt. Wir profitieren beide voneinander, obwohl ich wahnsinnig knapp schreibe und er einen ausschweifend-orientalischen Stil hat. Sein Urteil ist immer fair, und er motiviert mich, bei der Verlagssuche nicht aufzugeben.

Ist es schwierig, die sehr bildhaften Geschichten Ihres Mannes zu illustrieren?

Leeb: Es gibt keine Geschichte, zu der mir noch nichts eingefallen ist. Ich bemühe mich, nicht allzu platt zu illustrieren - wenn ein Buch "Hahn auf dem Dach" heißt, sollte das Cover sollte keinen Hahn auf dem Dach zeigen. Ich versuche eher, eine Stimmung vom Buch zu vermitteln, und da hilft es natürlich, dass ich seine Bücher so genau kenne. pin

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