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Rein in den Mikro-Kosmos

20.08.2007

Der erste Blick geht zurück, in die 50er Jahre. Mit einem Werbespot für den VW Käfer zeigt Dr. Klaus Weyer von der Elmos AG, "was damals die Verkaufsargumente waren": Das "griffige Zweispeichenlenkrad" und die "moderne Übersichtlichkeit" der Armaturen fielen ins Auge.

Die heutigen "elektronischen Heinzelmännchen" (Weyer) dagegen sind verschwindend winzig. Das Reifendruck-Kontrollsystem TPMS zum Beispiel besitze Bauteile mit einem Durchmesser von drei Mikrometern, erklärt Laura Bohme (Foto 1), Elektrotechnikstudentin aus Darmstadt - etwa zwanzigmal dünner als ein menschliches Haar.

Unsichtbar wäre wohl auch das Projekt namens "Lab on a Chip" (Labor auf einem Chip), an dem weltweit mit großem Aufwand geforscht wird: ein winziger Labor-Automat, der im Körper den Stoffwechsel überwacht und bei Bedarf das entsprechende Medikament verabreicht. "Das wäre eine medizinische Revolution", schätzt Daniel Sturm (Foto 2), der in Regensburg Mikrosystemtechnik studiert.

Zwei Beispiele für aktuelle Entwicklungen der Mikrotechnik, an die wohl auch Innovationsminister Andreas Pinkwart dachte, als er zur Begrüßung im Technologiezentrum Dortmund von der "immensen Leistungssteigerung" durch die "boomende" Technik schwärmte.

Mit 34 weiteren Studenten aus ganz Deutschland erhoffen sich Bohme und Sturm von der "Summer School" verwertbare Kontakte zu den beteiligten Unternehmen. Die 107 Euro für Vorträge, Unterbringung und Frühstück finden sie "absolut preiswert."

23 Referenten aus ganz Deutschland hat der Fachverband für Mikrotechnik (IVAM) geladen. Bis Freitag werden die Technologien, ihre Anwendungen und Marktchancen vorgestellt. Ob es zu den erhofften Kontakten kommt, bleibt abzuwarten. Die Begrüßung erinnerte noch an Frontalunterricht mit klarer Hierarchie: Die vorderen Plätze waren für die Anzugträger reserviert. Die leger gekleideten Studenten zogen dennoch praktischen Nutzen aus der Mikrotechnik: Dank Mikrofon am Rednerpult war auch weiter hinten jedes Wort zu verstehen. tag

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