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SPD punktet bei Sicherheit

von Von Gaby Kolle

, 14.01.2008

300 Mio. hat die Stadt seit dem Jahr 2000 in die Sanierung und Neugestaltung der Schulen gepumpt, doch für die Wähler sind die Gebäude 20 Monate vor der nächsten Kommunalwahl weiterhin eher in einem schlechten Zustand. Nach der Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Start im Auftrag der SPD-Ratsfraktion im November unter 1000 Dortmundern gemacht hat, halten rund 58 Prozent der Wähler die Schulen baulich nur für ausreichend bis mangelhaft. Die selben schlechten Noten gibt's sogar von fast 62 Prozent für die Ausstattung der Schulen.

Vorsprung

Trotzdem konnte die Opposition kein Kapital daraus schlagen, die SPD sich sogar einen Vorsprung in Schul- und Bildungspolitik erarbeiten. 45,1 Prozent der Wähler halten die SPD für kompetenter als die CDU (36,7 Prozent), gefolgt von den Grünen mit 10,5 Prozent.

Punkten können die Genossen auch in den Bereichen Soziales, Abbau von Arbeitslosigkeit und Sicherheit. Soziale Probleme, meinen 58,7 Prozent, bekomme die SPD am ehesten in den Griff (CDU 18,9 Prozent/ Grüne 12,8 Prozent). Ebenso den Abbau der Arbeitslosigkeit (SPD 47,1 %, CDU 44,9 %, Grüne nur 2,1 %). Beim Politikfeld Sicherheit, eigentlich vorrangig von der CDU besetzt, erreicht die SPD mit 45,8 Prozent deutlich höhere Werte als die Christdemokraten (34,9 %).

Stadtfinanzen

Anders sieht das bei den Stadtfinanzen aus: Hier traut mehr als die Hälfte der Wähler eher der CDU zu (51,1 Prozent), das liebe Geld zu verwalten als den Sozis (38,6 Prozent). FDP/Bürgerliste kommt auf 5,2 Prozent, die Grünen sogar nur auf 4,2 Prozent.

Die Wirtschaft dagegen bleibt eine Domäne der CDU. 42,9 Prozent sehen sie am ehesten in der Lage dafür zu sorgen, dass mittelständische Betriebe gestärkt werden, die SPD kommt auf 34,2 Prozent, FDP/Bürgerliste auf 16,7 Prozent.

Umweltpolitik

Keine Überraschung: Ihre höchsten Werte erreichen die Grünen bei der Umweltpolitik (65,6 Prozent), weit abgeschlagen SPD (22,7 %) und CDU (9,1 %).

Drängendstes Problem für die Dortmunder - das zeigt die Umfrage auch - bleibt die Arbeitslosigkeit mit 44,9 Prozent, dahinter Schule und Bildung (35,3 Prozent) sowie Infrastruktur, Straßen, Verkehr (22,6 Prozent).

Keine Probeabstimmung

Der Flughafen spielt bei den Wählern als Problem dagegen nur eine untergeordnete Rolle (5,3 Prozent). Das wurde von der SPD-Fraktion bislang offensichtlich viel zu hoch gehängt. Was gestern fälschlicherweise als Probeabstimmung auf der Klausurtagung über den Flughafen-Ausbau gemeldet wurde, war nur die Frage nach der Einschätzung der Fraktion, welchen Stellenwert die Wähler der Flughafenfrage wohl einräumen.

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