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Schlecht hören, aber gut verstehen

15.08.2007

Brünninghausen Der Anteil gehörloser Senioren wächst immer weiter an. Zurzeit sind von den rund 600 stark hörgeschädigten Menschen in Dortmund mehr als die Hälfte älter als 40 Jahre. Tendenz steigend.

Dieser Trend zieht auch eine Optimierung in der Altenpflege mit sich: Eine umfassende Betreuung muss für die Gehörlosen ebenso gewährleistet sein, wie für ihre hörenden Mitmenschen. Dafür muss die Betreuung an die anders gelagerten Ansprüche angepasst werden. Ein Aspekt, der bisher vernachlässigt worden sei, wie Hans van Dormalen weiß. Der Leiter des AWO-Seniorenzentrums Minna-Sattler hat, angeregt durch das Zentrum für Gehörlosenkultur (ZfG), als erstes Seniorenzentrum in Dortmund sein Angebot erweitert und konnte im Mai das Ehepaar Fröde als erste gehörlose Bewohner bei sich aufnehmen. Annemarie und Rudi Fröde sind dankbar für diese Möglichkeit, hätten sie sonst nicht in ihrer Heimatstadt, bei Freunden und Familie, bleiben können, sondern in weiter entfernt liegende Zentren für Gehörlose ziehen müssen. Obwohl sich Mitarbeiter und hörende Bewohner bemühen, vermissen sie doch andere Gehörlose und Menschen, die die Gebärdensprache beherrschen. Aber das, da sind sich Zentrumsleitung und Frödes sicher, wird schon bald eintreten, schließlich sei man erst am Anfang und das Angebot ideal.

Durch die Kooperation von ZfG und Minna-Sattler-Haus profitieren aber nicht nur gehörlose Bewohner: Am 1. Oktober wird ein stark hörgeschädigte junges Mädchen ihre Ausbildung zur Altenpflegerin dort beginnen - etwas, das bis Anfang des Jahres nur schwer vorstellbar war. fee

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