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Schubert-Chor: Vertrautes und Seltenes

20.12.2007

Weihnachten kann kommen. Zumindest für die Konzertbesucher, die am Mittwochabend in der Petri-Kirche Gäste des Schubert-Chores waren.

Für Stammhörer ist die "Chormusik zum Weihnachtsabend" alljährlich der langerwartete Gangwechsel vom Vorbereitungsstress in die weihnachtliche Ruhe. Diese Verpflichtung nahm der Chorleiter Christian Parsiegel auch in diesem Jahr wieder sehr ernst und präsentierte den Gästen Chorliteratur, die unter dem Motto "Ihr Himmel, tauet hernieder" sowohl das exklusive Gefühl vermittelte, selten gespielte Musik zu hören, als auch vertraute Festtagsstimmung verbreitete.

Das Hauptwerk des Abends war wieder eine Messe, diesmal die Pastoralmesse op. 13 von Ferdinand Schubert. Der Schubert-Chor interpretierte das vielschichtige aber auch durch schlichte Klarheit fesselnde Werk mit hingebungsvoller Wärme. Das Werk forderte die Sängerinnen und Sänger in einer breiten Spanne technischer Fähigkeiten zwischen liedhaftem Gesang und jubilierenden Höhen.

Als Glücksfall erwies sich die Zusammenstellung der Solisten. Tatjana Kronau (Sopran), Dagmar Linde (Alt), Friedhelm Petrovitsch (Tenor) und Thomas Günzler gestalteten zusammen mit dem Chor ein farbreiches Klangbild und harmonierten auch untereinander. Besonders die Sopranistin Tatjana Kronau wirkte wie zum Beispiel bei Anton Diabellis Weihnachtsoffertorium "Hodie Christus natus est" vor dem Hintergrund des männerdominierten Chores besonders klar und hell.

Auch die Mitglieder der Dortmunder Philharmoniker, die den Chor begleiteten, passten in ihrer Zusammenstellung präzise in das fein balancierte Klangkonzept.

Bis zu dem mit sehr viel Herzblut vorgetragenen Parade-Stück des Schuberchores "Stille Nacht" von Franz Gruber präsentierte Christian Parsiegel seine Sängerinnen und Sänger erneut sehr differenziert, spannungsreich und dynamisch. hob

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