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Schubert lockt Nachwuchspianisten nach Dortmund

23.08.2007

Sie kommen aus Neuseeland und der Ukraine, aus Turkmenistan, Schweden, Taiwan oder der Schweiz: Die 63 Bewerber um einen Preis im internationalen Schubert-Wettbewerb. Zum elften Mal konkurrieren junge Leute aus aller Welt um die Auszeichnung, die sich, so der künstlerische Leiter Prof. Arnulf von Arnim, inzwischen in der Fachwelt einen Namen gemacht hat. "Schubert ist kein Klassiker mehr und noch kein Romantiker, daher fällt er oft durch das Kategorien-Raster der Hochschulen", sagt von Arnim, der in Essen lehrt. "Wer sich nun für diesen Wettbewerb auf Schubert vorbereitet, der hat ihn für sein ganzes Leben verinnerlicht."

Erstmals im Konzerthaus

Und so müssen sich die Bewerber in diesem Jahr auch auf Schuberts Adagio und Rondo F-dur vorbereiten - ein Werk, das nicht gerade zum Standard-Repertoire eines Pianisten gehört. Wohl deshalb, glaubt von Arnim, gab es in diesem Jahr "nur" 63 Bewerber - vor zwei Jahren, ohne das schwierige Stück, waren es noch über hundert.

Erstmals findet das Preisträger-Konzert (30. September, 18 Uhr) im Konzerthaus statt. Bis es jedoch soweit ist, müssen die Klavierkünstler vier Wettbewerbs-Durchgänge im Casino Hohensyburg durchstehen. Der erste Durchgang dauert drei Tage. Zwanzig Pianisten bleiben am Ende übrig, die die internationale Jury auch mit einem hoch virtuosen Stück von Domenico Scarlatti überzeugen müssen. Am Ende des Dritten Durchgangs bleiben vier Pianisten, die im Finale zusammen mit den Dortmunder Philharmonikern unter Leitung von Ekart Wycik gegeneinander antreten. Das Finale am Samstag (29.9.) ist - wie der ganze Wettbewerb - öffentlich. Gespielt wird dann neben Schuberts erwähntem Adagio und Rondo auch eines der Klavierkonzerte von Mozart oder Beethoven. Der Grund: Internationale Wettbewerbsstatuten schreiben vor, dass ein Wettbewerb mit einem Konzert enden muss - Schubert hat allerdings keins geschrieben.

"Inzwischen hat der Wettbewerb einen richtigen Fanclub; einige Leute nehmen sich Urlaub und lauschen mit gezücktem Bleistift, um sich als Privat-Juroren zu versuchen", freut sich von Arnim. Die ersten drei Durchgänge im Casino Hohensyburg bieten Zuhörern die ideale Gelegenheit, für wenig Geld (die Tageskarte kostet 5 Euro) erstklassige Pianisten zu hören. Auch das Abschlusskonzert im Konzerthaus ist mit 16,50 Euro für die Tageskarte vergleichsweise günstig. pin

www.schubert-competition.de

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