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Seniorenkantorei stellt sich vor

26.08.2007

Für alle, deren Stimme den Anstrengungen großer Werke nicht mehr ganz gewachsen ist, gibt es nun die neue Seniorenkantorei. Reinoldikantor Klaus Müller hat sie gegründet und bereichert damit das Dortmunder Konzertleben. Zu einem relativ ausgewogen besetzten Chor von rund 25 Sängerinnen und Sängern ist die Kantorei zusammengewachsen, und der künstlerische Anspruch, den sie hat, ist so hoch wie die Qualität des Chores.

Am Samstagnachmittag stellte sich die Seniorenkantorei in der Christuskirche in der Nordstadt vor - "Concerto a due cori" hieß das Projekt, in dem sich die älteren und junge Stimmen des Chors der Christuskirche (Leitung: Sigrid Raschke) sehr schön mischten.

Den Raum haben Klaus Müller und Sigrid Raschke für die doppelchörigen Werke geschickt genutzt. Auf den Seitenemporen sangen beide Chöre Mendelssohns doppelchörigen Psalm "Singet dem Herrn ein neues Lied" und "Preis, Dank, Lob und Ehr" von Jakobus Gallus. Dieses Renaissance-Werk nutzt die Doppelchörigkeit mit Echowirkungen noch besser als Mendelssohns Psalm.

Die Qualitäten der Seniorenkantorei liegen im weichen Gesang der erfahrenen und sehr gut geschulten Stimmen. Ausgezeichnet textverständlich sang der Chor auch die romantischen Responsorien von Reger und August Grell; klug hatte Müller Werke ausgesucht, die die Soprane nicht überstrapazierten. Beweglich und differenziert auch im vollen Klang, sangen die Ensembles die Doppelchöre von Schütz und Bach.

Der Chor der Christuskirche besteht aus vielen jungen Stimmen, die mit viel Swing-Gefühl das Programm mit Spirituals und modernen, sorgsam artikulierten Kirchenliedern bereicherte.

Chorleiterin Sigrid Raschke ließ, begleitet von Organist Klaus Müller, in Werken von Krebs und Mortimer auch die Posaune singen. Reich an klangfarblichen Effekten war das Tänzchen von Mortimer, in dem beide Instrumente auch mal aus der Reihe tanzen durften. JG

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