Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Sie tanzten nur eine Saison

23.10.2007

Wenn sich ein Banker, ein Bau-Ingenieur und zwei Partymacher zusammentun, dann ist genug Grips versammelt, um leer stehende Gebäude zur Disko zu machen. Das "Bosch Bobby" ist ein Paradebeispiel für einen schmucken "Club auf Zeit".

Sie tanzten nur einen Sommer und einen Herbst: Wenn zum Jahresende die Uhr für das "Bosch Bobby" abläuft, darf man dem Tanzschuppen an der B1 mehr als eine Träne nachweinen: Mit der ehemaligen Bosch-Werkstatt und -Zentrale verliert Dortmund eine Location mit dem Flair des Besonderen.

Wo sonst hat eine Disko einen Fahrstuhlführer, der uns nach oben geleitet? Wo eine Dachterrasse mit Blick auf die Westfalenhalle? Wo sonst paart sich Baustelle mit Club-Ambiente? - Slogans und Piktogramme bilden den Blickfang, wenn man das "Bosch Bobby" betritt: "Große und kleine Stücke mischen" steht an der Wand hinterm DJ-Pult. "Mit weichem Tuch trocken reiben" heißt es etwas weiter. So haben die Betreiber pfiffig die Arbeitswelt aus der Vergangenheit des Baus ins Dekor einbezogen.

Mit Wohlwollen registriert man die Deckenhöhe von vier Metern, sieht, dass bei der Umrüstung mit Licht, Farbe, Theken und Sitzgelegenheiten nicht gekleckert wurde. Alles da, alles dran. Bevölkert wird der Club an diesem Samstag von Partygängern zwischen 25 und 35. Die jungen Hüpfer scheinen im "Village" oder den "Nightrooms" besser aufgehoben und die Snobs im "Justin's" oder dem "Trinity". Gut so.

In der großen Halle gibt es House auf die Ohren: Chartfutter von Nelly Furtado, remixte Chili Peppers oder der Knaller "Put Your Hands Up For Detroit" von Fedde Le Grand. Der holt jede Menge Eckensteher auf den Tanzboden. Vor dem Fahrstuhl hat sich eine Schlange gebildet, wartet geduldig, nach oben in den kleinen Club gefahren zu werden. Musikalisch geht's dort entspannter zu, wenn auch DJ Der Wolf auf olle Kamellen setzt: Muss es wirklich "Billie Jean" sein oder Earth, Wind and Fire? Egal, die Dachterrasse entschädigt mit Frischluft und Ausblick. Der Plan steht: Wiederkommen, bevor das "Bosch Bobby" Geschichte ist!

Service: Flaschenbier 3 Euro, Longdrinks 6,50 Euro.

Fazit: Ein Muss-man-gesehen-haben-Club. kai

In 14 Tagen stellen wir den Laufsteg vor.

Lesen Sie jetzt