Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Sperrung verlängert - Fast alle Flugverbindungen gestrichen

Flughafen Dortmund

DORTMUND Die riesige Wolke aus Vulkanstaub stellt den Luftverkehr weiter vor Probleme. Am Abend wurde die Sperrung bis 2 Uhr Mittwochnacht verlängert. Ob der Flugbetrieb am Mittwoch am Dortmunder Flughafen wieder aufgenommen werden kann, steht zurzeit noch nicht fest.

von Von Steffi Tenhaven und Daniel Müller

, 20.04.2010

Der Dienstag hatte eigentlich gut begonnen. Eine Air Berlin-Maschine Richtung Nürnberg (6.20 Uhr) hatte als erste die "Startbahn Ruhrgebiet" verlassen. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft hat - ebenso wie einige andere Airlines - die Genehmigung für Flüge erhalten. Die Fluggesellschaften haben hierfür Ausnahmegenehmigungen bekommen, um "gestrandete" Passagiere unter anderem aus den Urlaubsgebieten zurückzuholen.

Viele deuteten dies als Zeichen dafür, dass die Sperrung nur noch bis 14 Uhr andauert. Doch am Mittag wurde sie nochmal bis 20 Uhr verlängert. Fast alle Verbindungen am Dortmunder Flughafen wurden daraufhin gestrichen.  Abheben konnte sonst am Dienstag keine Maschine mehr. Kurz nach 22 Uhr landete eine für 21 Uhr erwartete Boeing 737-800 aus Nürnberg. Für einen Air-Berlin-Ferienflieger aus Palma de Mallorca (planmäßige Ankunft: 21.55 Uhr) galt dagegen das Reizwort "cancelled". 

Laut Flughafen-Sprecher Marc Schulte kostet jeder verlorene Flugtag zwischen 30.000 Euro bis 50.000 Euro. Am Ende wird sich die Schadenssumme um die 200.000 Euro einpendeln. "Wir werden bis 20 Uhr über 200 Flugverbindungen gestrichen haben", so Schulte am Dienstagmittag.

Bereits am späten Montagabend ist nach vier Tagen Pause wieder eine Maschine in Dortmund gelandet. Sie brachte Mallorca-Urlauber nach Hause.

Damit können erstmals seit Freitag (16.4.) wieder Passagiere abgefertigt werden. Mehr als 20.000 Fluggäste gingen dem Flughafen bisher wegen der Sperrung verloren.

Bis Dienstag waren am Airport aufgrund der Sperrung nur noch 100 Mitarbeiter im Einsatz. Wie Flughafensprecher Marc Schulte bestätigte, sind u.a. Tower, Vorfeldkontrolle, Feuerwehr sowie der Informationsschalter im Terminal besetzt. "Der Bodenverkehrsdienst nutzt die Situation, Überstunden abzubauen", so Schulte. Personell verstärkt wurde hingegen die Telefonzentrale. Schulte: "Dort haben wir 15 Leitungen freigeschaltet". An den Telefon-Apparaten sitzen fünf Mitarbeiter unter Tel.: 0231/921301.

Auf Sparflamme kochte die von den Westfalenhallen betriebene Gastronomie am Dortmund Airport. Sowohl das Restaurant "Bella Vista" als auch die "EAST Bar" mussten ihre Öffnungszeiten zurückfahren und das Personal reduzieren, wie Westfalenhallen-Sprecher Dr. Andreas Weber auf Anfrage mitteilte. Der ruhende Flugverkehr, so Weber, habe der Westfalenhallengastronomie "schon jetzt einen Verlust in fünfstelliger Höhe beschert."

Reisende sollten sich vor der Fahrt zum Flughafen bei der jeweiligen Fluggesellschaft oder dem Reiseveranstalter über den aktuellen Stand des gebuchten Flugs informieren. Passagiere können sich auf der aktuellen Abflug- und Ankunftsliste im Internet unter www.dortmund-airport.de informieren, ob ihr Flug ausfällt. 

Schlagworte: