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Spiellandschaft lässt auf sich warten

Westpark

DORTMUND Eine einsame Kletterburg im Sand – mehr ist nicht übrig vom (einstigen) Spielplatz im Westpark. Und die Kinder im dicht besiedelten Viertel in der westlichen Innenstadt werden noch ein wenig mit dem trostlosen Bild leben müssen.

von Von Oliver Volmerich

, 22.04.2010
Spiellandschaft lässt auf sich warten

Trostlos: der "Spielplatz" im Westpark.

Denn die groß angekündigte neue Spielelandschaft lässt weiter auf sich warten. Frühestens im nächsten Sommer wird der Traum vom Spielen im Park für die Kinder Realität werden können. Der schlichte Grund: Ohne gültigen Haushalt kann die Stadt nicht investieren. Kein Einzelfall: Im gesamten Stadtgebiet sind insgesamt sechs Spielplätze vom Investitionsstopp betroffen. Am Dienstag protestierten Eltern und Kinder aus Wellinghofen in der Bezirksvertretung Hörde, weil Pläne für einen versprochenen Spielplatz in der Arenbergstraße auf Eis liegen. Dabei hatten die Kinder auf Wunsch der Stadt schon eifrig eigene Vorschläge für die Spielplatz-Gestaltung geliefert. Das gleiche gilt für Spielplätze am Littgenloh in Kirchlinde und an der Olpketal-Grundschule in Lücklemberg. Und auch die Spielplätze im Volksgarten in Bövinghausen und an der Wennemarstraße in Westerfilde, die ganz oben auf der Prioritätenliste stehen, bleiben vorerst ein Wunschtraum.

Für die beiden Spielplätze im Westpark, die ebenfalls nach den Wünschen der Kinder neu gestaltet werden sollen, steht auch noch das Beteiligungsverfahren aus. Ursprünglich war das nach einem Beschluss des Verwaltungsvorstands schon für den Herbst vergangenen Jahres geplant. Im Frühjahr dieses Jahres sollte der Umbau beginnen. Jetzt wird sich alles voraussichtlich um ein Jahr verschieben. Dabei ist der Großteil der alten Geräte der beiden Spielflächen im Park aus Sicherheitsgründen schon demontiert worden. Finanziert wird die Neugestaltung der Spielplätze im Westpark über das Stadterneuerungsprogramm Rheinische Straße, erläutert Susanne Linnebach, Chefin der Abteilung Stadterneuerung im Planungsamt. Das Land würde 80 Prozent der Kosten von 200.000 Euro tragen. Im vierten Quartal 2010 soll der Förderantrag gestellt werden, kündigt Linnebach an. Die Hoffnung auf eine Vorfinanzierung der Stadt habe sich angesichts der aktuellen Finanzlage zerschlagen. Einen Trost für die Kinder im betroffenen Viertel haben weder Linnebach noch Elisabeth Hoppe vom Jugendamt parat. Auch Übergangslösungen, um das Jahr 2010 zu überbrücken, stehen in den Sternen. Man ahnt warum: Der Haushalt fehlt. 

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