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Sprungbrett in den festen Job

Adam Trajdos war viele Jahre arbeitslos. Zweimal hatte der 37-Jährige als Gartenhelfer 1-Euro-Jobs bei der Stadt, bevor er im Juni bei der Dortmunder Tafel im Fahrdienst eine Arbeitsgelegenheit (AGH) bekam - das Sprungbrett in eine Fest anstellung.

31.10.2007

Adam Trajdos, der zu den schwer vermittelbaren ALG II-Beziehern zählte, arbeitet seit Anfang August in einem Garten- und Landschaftsbau in Hamm, einem Unternehmen, das mit drei Beschäftigen im Aufbau ist.

Die Tafel-Sozialarbeiterin Nicole Ziwitza hatte sich gekümmert, Trajdos persönlich empfohlen und vermittelt. Seine neue Chefin Judith Löser stellte ihn nach kurzer Probezeit fest ein. Dafür erhält sie für fünf Monate einen Eingliederungszuschuss in Höhe von 40 Prozent des Bruttolohns, hofft aber auch über diese Zeit hinaus einen guten Mitarbeiter gefunden zu haben. Bei ihr kann Trajdos zudem seinen Führerschein erweitern.

Adam Trajdos gehört zu den 18 ALG II-Beziehern, die von der Tafel innerhalb eines Jahres in einen festen Job weitergereicht wurden. "Wir sind der Träger mit den meisten vermittelten Kräften", freute sich gestern der Tafel-Vorsitzende Rüdiger Teepe. Die Erfolgsquote führt er u.a. darauf zurück, dass die zurzeit 33 1-Euro-Jobber bei der Tafel durch die Akzeptanz ihrer Beschäftigung in der Bevölkerung meist besonders motiviert seien. Bei der Ausgabe von Lebensmitteln z.B. hätten sie mit Menschen zu tun, deren Situation sie gut nachvollziehen könnten. Zudem biete man mit den Kraftfahrerstellen für die Abholung von Lebensmitteln einen berufsnahen Einsatz an. Und: Der Name der Tafel sei auf der Arbeitssuche "immer ein gutes Renommee".

Für Frank Neukirchen-Füsers, Chef des JobCenter ARGE, schlägt die Tafel zwei Fliegen mit einer Klappe: "Sie nimmt eine wichtige soziale Aufgabe wahr und vermittelt dabei noch erfolgreich in den ersten Arbeitsmarkt" - unabhängig vom Förderzeitraum der einzelnen AGH-Maßnahme. Der ARGE-Chef: "Man nutzt hier sofort jede Chance".

Adam Trajdos haben die zwei Monate bei der Tafel gefallen: "Das war gut, man muss nicht zuhause sitzen." Die Tafel ließ ihn mit einem lachenden und einem weinenden Auge ziehen. Rüdiger Teepe: "Uns ist ein guter Mitarbeiter verloren gegangen." ko

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