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Stadtteil hat nach Feuer ein Supermarkt-Problem

Großbrand in Sölderholz

SÖLDERHOLZ Auf rund 2,5 Millionen Euro schätzen Polizei und Feuerwehr den Sachschaden nach dem Brand des REWE-Supermarktes. Die Sölderholzer stehen jetzt vor einem Problem: Der nächste Lebensmittelmarkt ist mehrere Kilometer entfernt.

von Von Peter Bandermann

, 05.04.2010

Aus dem bis auf die Grundmauern abgebrannten Supermarkt dringt Rauchgeruch, Absperrband der Kriminalpolizei flackert im Wind. Osterspaziergänger bleiben sprachlos vor der Ruine stehen. Die Feiertage nach dem Großeinsatz der Feuerwehr. Das Gerücht über das verheerende Feuer hatte sich schnell in Sölderholz verbreitet. Am frühen Sonntagmorgen vernichteten die gewaltigen Flammen den Rewe an der Nelkenstraße und damit den einzigen Supermarkt in dem Stadtteil.

Nachbarn alarmierten die Feuerwehr nach einem lauten Knall und erlebten das Unglück hautnah. Beißender Brandgeruch ist durch ihr Haus gezogen. Nicht so bei der Familie Rumpel. Ihr Garten grenzt an das Supermarkt-Grundstück. Von dem Großeinsatz der Feuerwehr und dem Maschinenlärm hatten die drei Jungs und ihre Eltern nichts mitbekommen."Man hat ein mulmiges Gefühl" Mutter Claudia (43): "Wir waren abends noch auf dem Osterfeuer in Opherdicke, sind spät wiedergekommen und haben tief und fest geschlafen. Um 6.30 Uhr schellte dann das Telefon, und unser Nachbar erkundigte sich, ob es uns gut gehe." Gegenfrage: "Warum?" Antwort: "Der REWE brennt." Claudia Rumpel hatte durchs Fenster geblickt: "Da war das Dach schon weg." Durch sein Dachgeschossfenster hat Sohn Christian direkten Blick zum Nachbarn, dem REWE. Auch er hatte nichts bemerkt. "Ich habe bis 8.40 Uhr durchgeschlafen", so der 15-Jährige. 20 Meter weiter war das Supermarkt-Dach eingestürzt. Übrig geblieben ist von dem REWE eine Ruine.

"Man hat ein mulmiges Gefühl", sagt Claudia Rumpel, "denn man weiß nicht, warum es in der Nachbarschaft gebrannt hat." Genaueres muss die Kripo ermitteln. Das Betreten des Grundstücks ist deshalb verboten.

Wer in Sölderholz wohnt, hat jetzt ein Einkaufsproblem. Der einzige Supermarkt in dem Stadtteil ist niedergebrannt. Claudia Rumpel: "Wir sind mobil, können nach Holzwickede oder Sölde fahren. Aber die Älteren, die kein Auto mehr fahren, sind auf Hilfe angewiesen."